Welche Zimmerpflanzen sind giftig für Hunde? 12 Giftpflanzen

Menschen umgeben sich in ihrem Heim gerne mit Pflanzen und holen sich damit ein Stück Natur ins Haus.

Einige der farbenprächtigen Zimmerpflanzen bergen jedoch eine erhebliche Gefahr für die im Haus lebenden Tiere, weil sie giftig sind.

Als Hundebesitzer sollten Sie daher ganz besonders darauf achten, welche natürliche Dekoration Sie zu Hause verwenden. Je nach Pflanzenart kann die Vergiftung sehr schwerwiegend sein und unter Umständen sogar tödlich enden.

Welche Zimmerpflanzen sind giftig für Hunde? 12 Giftpflanzen

Welche Zimmerpflanzen sind giftig für Hunde?

Verzichten Sie auf giftige Zimmerpflanzen

Die Aussage, dass Tiere wüssten, was für sie giftig sei, stimmt leider nicht immer. Deshalb können diese Zimmerpflanzen für den Hund gefährlich werden:

  • Amaryllis
  • Christusdorn
  • Clivie
  • Dieffenbachie
  • Efeu
  • Einblatt
  • Fensterblatt
  • Gummibaum
  • Herzblatt
  • Kolbenfaden
  • Philodendron
  • Weihnachtsstern

Wir Menschen erfreuen uns an den Pflanzen, indem wir sie ansehen. Unsere Hunde hingegen erkunden Pflanzen mit der Nase und manchmal auch mit der Schnauze.

Hunde erkennen diese Pflanzen nicht und wissen auch nicht, dass sie ihnen schaden können. Daher kommt es immer wieder vor, dass Hunde giftige Blätter kauen, Blüten naschen oder Wurzelknollen ausgegraben.

Besondere Gefahr besteht für Welpen und junge Hunde. Sie sind deutlich neugieriger als erwachsene Tiere und knabbern gerne an Pflanzen.

Rasche Hilfe bei Vergiftung

Wenn Sie Ihr Tier beim Fressen von Pflanzen erwischen, nehmen Sie ihm die Planzenteile sofort weg.

Reagiert der Hund nach dem Fressen mit Symptomen wie Würgen, Erbrechen, Speicheln oder Durchfall müssen Sie den Tierarzt konsultieren.

Für den Tierarzt sind folgende Informationen besonders wichtig:

  1. Wann wurde das Gift gefressen?
  2. Um welche Pflanze handelt es sich? Nehmen Sie eine Probe mit.
  3. Welche Menge hat das Tier zu sich genommen?

In der Folge kann es entsprechend der gefressenen Pflanze zu Krämpfen, schwankendem Gang oder Zuckungen kommen. Spätestens dann ist höchste Eile geboten.

Versuchen Sie keinesfalls, den Hund zum Erbrechen zu bringen. Hausmittelchen wie Seifenlauge, Salzwasser oder Milch können die Symptome noch verschlimmern.

Als Erste Hilfe Maßnahme können Sie Ihrem Tier Aktivkohle verabreichen. Sie bindet das Gift im Darm. Lösen Sie dazu die Kohle in lauwarmem Wasser auf und verabreichen Sie diese Flüssigkeit Ihrem Tier. Eine Einwegspritze – natürlich ohne Nadel – eignet sich dafür sehr gut.

Für Hunde giftige Zimmerpflanzen

Nachfolgend die wichtigsten giftigen Zimmerpflanzen.

1. Amaryllis

Bei der beliebten Zimmerpflanze mit der großen Blüte ist die ganze Pflanze giftig.

Amaryllis ist giftige Zimmerpflanze für Hunde

Amaryllis ist giftige Zimmerpflanze für Hunde

Insbesondere kann aber die Zwiebel sehr starke Symptome auslösen. Dazu zählen Erbrechen, Durchfall, Koliken, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe und starkes Zittern.

2. Christusdorn

Der Christusdorn zählt zu den Wolfsmilchgewächsen. Giftig bei dieser Pflanze ist der Milchsaft. Er reizt die Maulschleimhaut.

Christusdorn, Euphorbia milii

Christusdorn, Euphorbia milii

Es kommt zu Magenbeschwerden und Koliken. Kommen die Augen des Tieres mit der Milch in Kontakt, kann dies zu einer vorübergehenden Blindheit führen.

3. Dieffenbachie

Die Dieffenbachie ist auch unter dem Namen Giftaron bekannt und für den Hund hochgiftig. Hier ist vor allem der Stamm sehr gefährlich.

Dieffenbachie, für Hunde besonders giftige Zimmerpflanze

Dieffenbachie, für Hunde besonders giftige Zimmerpflanze

Das Gift reizt die Maul-, Magen- und Darmschleimhaut. Es kommt zu Schluckbeschwerden, Stimmverlust und blutigem Durchfall.

4. Efeu

Efeu ist sowohl im Garten als auch im Haus beliebt. Giftig sind hier vor allem die Blätter die Beeren und die Stängel. Symptome einer Vergiftung sind Durchfall, Erbrechen und Krämpfe.

Efeu ist giftig für Hunde

Efeu ist giftig für Hunde

5. Einblatt

Das Einblatt wird wegen der dekorativen Blätter gerne als Zimmerpflanze verwendet. Giftig sind bei dieser Pflanze Blätter und Stiele.

Das Einblatt ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze

Das Einblatt ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze

Nach der Einnahme beginnt der Hund zu speicheln, erbricht sich, hat Durchfall und Schluckbeschwerden.

6. Fensterblatt

Bei dieser sehr dekorativen Pflanze sind vorwiegend die Blätter giftig. Der Hund speichelt. Es folgen Durchfall, Erbrechen und Schluckbeschwerden.

Fensterblatt, Monstera

Fensterblatt, Monstera

7. Gummibaum

Den Gummibaum gibt es in zahlreichen Variationen und sie alle sind für Hunde giftig. Sämtliche Pflanzenteile können zu Durchfall und Erbrechen führen.

Gummibaum als giftige Zimmerpflanze

Blatt des Gummibaums, giftig für Hunde

8. Herzblatt

Das Herzblatt ist eine beliebte Kletterpflanze, deren Triebe und Blätter gefährlich sind. Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Schluckbeschwerden und Blutungen zählen zu den Symptomen.

9. Klivie

Die Clivie zählt zu den Amaryllisgewächsen und ebenso wie bei der Amaryllis selbst ist die gesamte Pflanze, vorwiegend aber die Zwiebel giftig.

Klivie ist ein Amaryllisgewächs und giftig für Hunde

Klivie ist ein Amaryllisgewächs und giftig für Hunde

Die Symptome reichen von Erbrechen und Durchfall bis zu einer zentralen Lähmung.

10. Kolbenfaden

Die Blätter dieser tropischen Pflanze aus der Familie der Aronstabgewächse sind für Tiere hochgiftig. Es kommt nach dem Verzehr zu Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Schluckbeschwerden. In der Folge beginnt der Hund zu krampfen und leidet an Herzrhythmusstörungen. Das Gift kann zu Leber- und Nierenschäden führen.

11. Philodendron

Die Blätter des Philodendron rufen beim Hund Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Zittern und Unruhe hervor.

Philodendron, Tribus philodendreae

Philodendron, Tribus philodendreae

12. Weihnachtsstern

Auch der überall beliebte Weihnachtsstern ist nicht für Hundehalter geeignet. Der Milchsaft führt beim Hund zu Magen- und Darmreizungen.

Weihnachtsstern ist für Hunde giftige Pflanze

Weihnachtsstern ist für Hunde giftige Pflanze

Um einer Vergiftung vorzubeugen, gibt es daher nur zwei Möglichkeiten. Die giftigen Pflanzen erst gar nicht im Haus zu verwenden oder sie so zu positionieren, dass der Hund sie keinesfalls erreichen kann.

Idealerweise sollten Sie als Hundebesitzer stets die Telefonnummer der nächstgelegenen Tierklinik sowie die Telefonnummer der Vergiftungszentrale parat haben. Dies erspart im Ernstfall Zeit und rettet vielleicht damit das Leben des Hundes.