Träumen Hunde, wenn sie schlafen?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Hunde wirklich träumen können, wenn sie schlafen. Die Frage bleibt nur wovon träumen Hunde?

Manchmal ist das ganz lustig anzusehen, wenn der Hund schläft. Ich kenne einige Hunde die plötzlich zu zittern beginnen, während andere sogar laufen – oder eher Schlafwandeln. Einige jaulen im Schlaf oder bellen sogar.

Träumen Hunde, wenn sie schlafen?

Träumen Hunde, wenn sie schlafen?

Das sind Anzeichen für wilde Träume, die unsere Lieblinge haben.

Hunde durchlaufen verschiedene Phasen während des Schlafs, wie das menschliche Gehirn. Zuerst kommt der Leichtschlaf, gefolgt vom Tiefschlaf. Dieser geht dann in die REM-Phase über.

Schlafphasen

  • Leichtschlaf
  • Tiefschlaf
  • REM-Phase als Traumphase
  • kurze Wachphase

REM steht als Abkürzung für „Rapid Eye Movement“ (engl. schnelle Augenbewegung). Würden wir die Augenlider unseres Hundes während dieser Phase anheben, würden wir starke und schnelle Augenbewegungen sehen.

Während dieser Phase wird die Atmung unregelmäßig und flach. Gleichzeitig beginnen die Muskeln zu zucken. Genau jetzt beginnen Hunde zu laufen, zu jaulen oder mit dem Schwanz zu wackeln. Der Hund träumt.

Pro Nacht haben Hunde rund 20 Tiefschlafphasen.

Nach jeder Schlaf- und Traumphase folgt eine kurze Wachphase. Dieses Verhalten stammt noch vom Wolf ab. So wurde gesichert, dass immer ein paar Tiere des Rudels wach sind, um eventuelle Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Vorsicht, wenn Sie den Hund aus dem Schlaf wecken

Vielleicht haben Sie Ihren Hund schon einmal während seiner Traumphase unabsichtlich oder absichtlich geweckt. Wahrscheinlich wird er völlig verwirrt gewesen sein.

Sprichwort: Schlafende Hunde weckt man nicht

Sprichwort: Schlafende Hunde weckt man nicht

Das ist sehr ähnlich wie bei Menschen. Im ersten Moment können wir nicht zwischen Realität und Traum unterscheiden. Bei Hunden ist das ebenso. Sie benötigen ein paar Minuten, um sich zurechtzufinden.

Deshalb sollten Sie die Vierbeiner nicht abrupt wecken. Sie könnten erschrecken und im schlimmsten Falls sogar schnappen, weil sie sich bedroht fühlen.

Wovon träumen Hunde?

Was genau Hunde träumen, kann niemand genau sagen. Es wird jedoch angenommen, dass sie, ebenso wie wir Menschen, das Erlebte des Tages in ihren Träumen verarbeiten.

Als Hundebesitzer dürfen Sie sich jetzt freuen. Angeblich sind wir Menschen das zentrale Thema dieser Träume, zumindest vermuten das die Wissenschaftler der Harvard Universität.

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Stanley Coren ist Professor für Psychologie und selbst Halter von drei Hunden. Für seine Hundebücher wurde er mit dem Maxwell Medal of Excellence ausgezeichnet.

Schlafmangel ist gefährlich

Ungestörter Schlaf ist für den Hund lebenswichtig. Erlebtes wird verarbeitet, Erlerntes gefestigt. Für Welpen ist es deshalb sehr wichtig, nach jeder Lernphase eine Ruhepause einzulegen.

Generell kann gesagt werden, dass kleine Hunde öfter träumen als große Hunde. Dafür dauern die Träume der großen Hunde jedoch länger.

Fest steht auch, dass Hunde, die in einem stabilen Umfeld leben und sich in ihrem Heim sicher fühlen, deutlich besser schlafen als andere Hunde. Sie schlafen tiefer und entspannter und träumen auch intensiver.

Auch das ist ähnlich wie bei uns Menschen. Auch wir schlafen nur dann wirklich gut, wenn wir uns wohl behütet fühlen.

Schlafmangel ist sowohl für Menschen als auch für Hunde gefährlich. Er hat negative Auswirkungen auf die Psyche und auf den Körper.

Wovon träumen Hunde wohl?

Wovon träumen Hunde wohl?

Turbulente Träume

Je nach Alter und Rasse benötigt ein Hund täglich bis zu 20 Stunden Schlaf. Dazu zählen sowohl der Tiefschlaf als auch das leichte Dahindösen.

Manche Vierbeiner rollen sich zum Schlafen zusammen, andere liegen ausgestreckt. Auch der gewählte Schlafplatz ist je nach Hund völlig unterschiedlich. Eines haben jedoch alle unsere Vierbeiner gemeinsam – sie träumen.

Hunde, die zu wenig Schlaf haben, werden nervös und sogar aggressiv. Hier liegt es am Halter, dafür zu sorgen, dass der Vierbeiner genug Ruhe und Schlaf erhält.