Wie lange gilt ein Hund als ein Welpe?

Das Welpenalter gilt als besonders wichtig, weil es für das spätere Hundeleben von großer Bedeutung ist.

Die Zeit gilt als Prägephase. In großem Maß hängt das spätere Verhalten des Hundes davon ab, was der Hund während seines Welpen-Daseins erlernt und erlebt hat.

Für uns Menschen ist es wichtig zu wissen, wie lange diese Phasen ungefähr dauert.

Wie lange gilt ein Hund als ein Welpe?

Wie lange gilt ein Hund als ein Welpe?

Bis zu welchem Alter bezeichnet man Hunde als Welpen?

Generell kann gesagt werden, dass ein Hund bis zur 18. Lebenswoche als Welpe gilt.

Als Welpe wird also ein Hund genannt, von der Geburt bis zum Ende der Prägungsphase und Sozialisationsphase gegen Ende des vierten Lebensmonats.

Wie ein Menschenleben wird das Hundeleben in verschiedene Phasen unterteilt.

Die Zeit nach der Geburt

Nach der Geburt beginnt die sogenannte neonatale Phase.

Die kleinen Welpen kommen mit flaumigem Fell und völlig hilflos zur Welt. Die Augen und Ohren sind geschlossen und der Geruchssinn ist nur sehr schwach entwickelt.

Hundebabys können ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren und sind daher stets auf der Suche nach der Wärme der Mutter und Geschwister. Die Hündin ist es auch, die den Welpen während dieser Zeit reinigt und dafür sorgt, dass der Kleine Kot und Urin absetzt.

Der Kopf des Kleinen pendelt stets hin und her. Diese Bewegungen helfen beim Auffinden der Zitzen. Während der Kleine Milch saugt, gibt er schmatzende Geräusche von sich. Neben einem leisen Fiepen ist das in dieser Lebensphase die einzige Form von Verständigung.

Wie lange ist ein Hund ein Welpe? Entwicklungsphasen, vom Welpen zum Junghund

Entwicklungsphasen, vom Welpen zum Junghund

Die ersten Schritte in der Übergangsphase, nach zwei Wochen

Nach rund zwei Wochen beginnt die Übergangsphase.

Der Welpe öffnet seine Augen und er beginnt Geräusche wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

Kuscheln ist nicht mehr notwendig. Ab der zweiten Wochen können Hundewelpen ihre Körpertemperatur selbst regulieren.

Die Koordination der Muskeln verbessert sich deutlich und Kot und Urin werden selbstständig abgesetzt.

Während dieser Zeit lieben es Welpen die Welt außerhalb der Wurfkiste zu erkunden und muss nicht selten wieder eingefangen werden.

Dies ist auch der ideale Zeitpunkt, um mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen. Kleine Kisten mit naturbelassenem Untergrund oder regelmäßige kleine Touren in den Garten helfen dabei.

Nun beginnt der Kleine auch erstmals leicht zu bellen und langsam brechen die Milchzähne durch den Kiefer.

Prägung und Beißhemmung, ab der vierten Woche

Ab der vierten Lebenswoche spricht man von der Prägungsphase.

Der Welpe nimmt nun seine Umwelt und auch seine Mutter und seine Geschwister deutlich wahr.

Die kleinen Hunde beginnen nun, spielerisch zu raufen und zu toben. Das Spielen der Geschwister ist für die zukünftige Persönlichkeit des Kleinen besonders wichtig, insbesondere damit sich die Beißhemmung entwickeln kann.

Unter der Beißhemmung versteht man die Fähigkeit des Hundes, seine Beißkraft zu kontrollieren. Wer zu fest zubeißt, muss mit entsprechender Gegenwehr rechnen. Erlernt er dies nicht, kann dies später zu großen Problemen führen, weil das Tier auch im Spiel unkontrolliert zubeißt.

Hunde, die während dieser Zeit isoliert aufwachsen, haben später Probleme mit Artgenossen und meist auch Verhaltensstörungen, die schwer aufzuarbeiten sind.

Deshalb werden Welpen auch nicht vor der achten Wochen von der Mutter getrennt und an Sie als Hundehalter übergeben.

Der Hund lernt rasch in der Sozialisierungsphase, 12. bis 14. Woche

Die nächste Phase nennt sich Sozialisierungsphase. Sie erstreckt sich bis etwa zur 12. oder 14. Woche. Diese Zeit verlangt dem Züchter oder dem neuen Hundehalter jede Menge Geduld ab.

Was der Hund während dieser Zeit lernt, bildet die Grundlage für sein zukünftiges Verhalten. Der Welpe ist jetzt besonders aufnahmefähig und lernt sehr schnell.

Der junge Hund sollte nun so viel wie möglich kennenlernen und sich an viele unterschiedliche Situationen und Geräusche gewöhnen. Das können etwa Haushaltsgeräte, der Besuch beim Tierarzt oder auch Autos, Menschen und andere Tiere sein.

Diese Erfahrungen erleichtern später das Zusammenleben von Hund und Mensch. Wenn der Hund in dieser Phase vernachlässigt, oder bereits wie ein erwachsener Hund behandelt wird, lässt sich das mit späterer Erziehung kaum mehr wieder gut machen.

Allerdings muss der Hund immer wieder entsprechende Ruhephasen haben.

Bis etwa zur 16. Woche dauert es dann noch, bis der Hund als Junghund bezeichnet wird.

Ab der 16. bis 18. Woche gilt ein Welpe als Junghund

Doch nicht alle Hunde sind gleich und so entwickelt sich manch einer langsamer als andere.

Gerade kleine Rassen sind zumeist in ihrer Entwicklung den großen Rassen deutlich voraus. Somit kann kein genauer Tag festgelegt werden, um den Hund aus dem Welpenalter zu entlassen.

Spätestens ab der 18. Lebenswoche gilt ein Welpe als Junghund.

Nutzen Sie diese ersten Wochen des Hundes intensiv, um eine enge Bindung mit Ihrem Welpen einzugehen und ihm so viel wie möglich für sein weiteres Leben beizubringen.