Xylit und Birkenzucker ist giftig für Hunde

Birkenzucker wird als gesunde Alternative angeboten, bei einem Bruchteil der Kalorien und der „Naturzucker aus Birkenrinde“ verhindert sogar.

Klingt toll, doch Vorsicht, wenn Ihr Hund Birkenzucker gefressen hat, weil Xylit für Hunde sehr giftig ist.

Hier erklären wir, wieso Birkenzucker bei Hunden zu Unterzucker führt. Und das wird schnell lebensgefährlich.

Xylit und Birkenzucker ist giftig für Hunde

Xylit und Birkenzucker ist giftig für Hunde

Birkenzucker als Zucker-Ersatz für jeden Zweck

Zucker ist in vielen unserer Lebensmittel und Getränken erhalten. Doch schon als Kinder lernen wir, dass genau dieser Zucker nicht gesund für uns ist.

Unbedacht zu sich genommen fördert er Übergewicht und ist vor allem schädlich für die Zähne.

Darauf hat die Industrie schon lange reagiert und Stoffe auf den Markt gebracht, die den schädlichen Zucker ersetzen. So werden Cola und Softdrinks heute mit Aspartam, Saccharin oder Stevia gesüßt.

Relativ neu in dieser Liste ist der Birkenzucker,
der auch unter dem Namen Xylit bekannt ist.

Im Haushalt kann Birkenzucker genauso wie Zucker verwendet werden. Genau hier liegt die Gefahr, denn viele Hundebesitzer wissen nicht, dass dieser Zucker-Austauschstoff für unsere vierbeinigen Hausgenossen hochgefährlich ist.

Xylit aus Birkenrinde

Gerade in der Vorweihnachtszeit lassen Sie vielleicht Ihren Hund ab und an mal einen Keks naschen, oder er darf ein Stück Kuchen probieren.

Es muss aber gar nicht sein, dass das Tier die Nascherei mit Absicht erhält. Es gibt ja genug Vierbeiner, die gerne stehlen und sich mit der Beute dann davonmachen, um sie genüsslich zu verspeisen.

Ein Gramm Xylit oder Birkenzucker pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes kann zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Ein Gramm Xylit oder Birkenzucker pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes kann zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Genau hier ist große Vorsicht geboten, wenn im Haushalt Birkenzucker oder Speisen und Getränke mit diesem Inhaltsstoff verwendet werden.

Einst wurde dieser Zucker-Austauschstoff aus der finnischen Birke gewonnen. Daher stammt auch der Name. Heute wird das natürliche Süßungsmittel aus anderen Rinden oder faserreichen Pflanzen hergestellt.

Birkenzucker ist giftig für Hunde

Birkenzucker hat sehr viele Vorteile und wird gerne für eine bewusste Ernährung verwendet. Im Gegensatz zu Zucker hat er 75 Prozent weniger Kohlenhydrate und damit rund 40 Prozent weniger Kalorien.

Birkenzucker ist zahnschonend und kann sogar die Bildung von Zahnstein verlangsamen. Darüber hinaus benötigt der Körper kein Insulin, um Xylit abzubauen.

Beim Hund kann Xylit allerdings die Insulinausschüttung in das Blut steigern.

In der Folge kommt es zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels. Dieser Zustand kann für den Hund lebensbedrohend sein.

Erste Symptome einer Xylitvergiftung können sich bereits kurze Zeit nach Verzehr zeigen. Dabei kann es zu Schwäche und Koordinationsproblemen kommen. Auch Krämpfe sind möglich.

Zu beobachten sind daneben häufig Erbrechen, Lethargie und Kreislaufprobleme. Wenn Sie bei Ihrem Tier derartige Symptome beobachten, sollten Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Hat Ihr Hund Xylit gefressen, müssen Sie sofort zum Tierarzt

Wird das Tier nicht sofort behandelt, kann es zu Hypoglykämie kommen. Dabei handelt es sich um Unterzucker, also einen niedrigen Blutzuckerspiegel.

Nicht behandelt kann dies zum Tod des Tieres führen.

Bei einigen Hunden konnte akutes Leberversagen oder auch Gewebeschwund beobachtet werden. Magen- und Darmblutungen sowie Gerinnungsstörungen sind weitere Folgen von Xylitaufnahme.

Ein Gramm Xylit pro Kilogramm Körpergewicht kann beim Hund bereits zu einer lebensgefährlichen Situation führen. Lassen Sie daher keinerlei Lebensmittel wie etwa zuckerfreie Kaugummis oder auch Gebäck frei im Wohnbereich liegen.

Sie sollten unbedingt auch alle Getränke sowie das Xylit selbst außer Reichweite des Hundes aufbewahren.

Nachdem Birkenzucker beinahe wie normaler Zucker schmeckt, reicht es schon, wenn der Hund nur davon schleckt.

Hat der Hund Xylit erwischt, hilft nur der sofortige Besuch beim Tierarzt.

Er wird sofort den Blutzucker des Tieres messen. Danach wird dem Hund zumeist intravenös Zucker zugeführt, um den Blutzuckerspiegel wieder zu erhöhen. Je rascher Sie reagieren, desto höher sind die Überlebenschancen Ihres Vierbeiners.

Vielleicht sollten Sie auch darüber nachdenken einfach weniger normalen Zucker zu verwenden, falls Sie Kalorien sparen möchten. So können Sie im Hundehaushalt wieder ganz auf den gefährlichen Birkenzucker verzichten.