Futtermittelallergie beim Hund erkennen

In den letzten Jahren nehmen Allergien bei uns Menschen immer mehr zu. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zumeist wird die Erkrankung aber auf Umweltgifte, falsche Ernährung und übertriebene Hygiene zurückgeführt.

Das, was immer mehr Menschen quält, wird aber zusehends auch bei unseren vierbeinigen Partnern zum gesundheitlichen Problem. Juckreiz, Hautirritationen oder Verdauungsbeschwerden kommen auch bei unseren Hunden immer häufiger vor.

Heilbar sind Allergien nicht. Es gibt jedoch Möglichkeiten um das Leiden zu lindern.

Futtermittelallergie beim Hund erkennen

Futtermittelallergie beim Hund erkennen

Allergie-Auslöser bei Hunden finden

Roxy ist eine achtjährige Mischlingshündin, die immer vergnügt und lustig ist. In letzter Zeit konnten ihre Besitzer immer wieder beobachten, dass sie eine bestimmte Stelle an ihren Pfoten besonders intensiv putzte und bearbeitete.

Die Haut dort war schon rot und wund. Eine Untersuchung auf Parasiten brachte keinerlei Ergebnis. Die Pflege mit Salben und Cremes nütze nichts. Es folgte der Weg zum Tierarzt.

Wer jetzt denkt, damit konnte Roxy rasch geholfen werden, der irrt. Es war ein sehr langer Weg, bis der Arzt nach endlos vielen Untersuchungen zu dem Schluss kam, dass es sich um eine Allergie handeln musste.

Irgendetwas im Futter von Roxy verursachte ihr Hautproblem. Eine Ausschlussdiät wurde empfohlen.

Nach vielen Wochen und zahlreichen Experimenten mit Futter und Zutaten besserte sich die wunde Stelle endlich. Roxy bekommt jetzt seit einem halben Jahr speziell zusammengesetztes Rohfutter. Ihr Zustand hat sich seither deutlich verbessert.

Zahl der Allergien nehmen zu

Rund jeder fünfte Hund leidet heute bereits unter Allergien.

  1. An erster Stelle dabei liegt die Flohallergie
  2. Sie wird gefolgt von einer Allergie auf Umweltreize
  3. An dritter Stelle liegt die Futtermittelallergie

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem des Hundes „übertrieben abwehrend“ auf sogenannte Allergene. Dabei handelt es sich um Stoffe, die eigentlich völlig harmlos sind und zumeist über lange Zeit auch keine Reaktionen verursacht haben.

Bevor sich eine Unverträglichkeit zeigt, muss der Organismus des Tieres allerdings mehrere Male mit den allergieauslösenden Stoffen in Berührung kommen. Allergien auf Pollen oder Gräser entwickeln sich zumeist bereits im Laufe des zweiten oder dritten Lebensjahres.

 jeder fünfte Hund leidet heute bereits an Allergien

Jeder fünfte Hund leidet heute bereits an Allergien

Eine Futtermittelallergie kann sich in jedem Alter zeigen. Die häufigsten Symptome sind juckende und wunde Hautstellen, die sogenannte atopische Dermatitis sowie Verdauungsbeschwerden, meist als Durchfall.

Welche Hunderassen sind anfälliger?

Beeinflusst wird die Entstehung einer Allergie offensichtlich auch durch die Genetik. So kann die Erkrankung bei einigen Hunderassen häufiger beobachtet werden als bei anderen.

Manche Hunde zeigen ein höheres Allergierisiko als andere. Dazu gehören der West Highland White Terrier, die Englische und Französische Bulldogge, der Mops, der Golden Retriever, der Labrador, der Jack Russel Terrier und der Schäferhund.

Es handelt sich dabei durchwegs um Rassen, die in den letzten Jahren vermehrt gezüchtet wurden.

Falls Sie sich weiteres medizinisches Grundwissen anlesen möchten, kann ich Ihnen das Buch von Vera Biber empfehlen: „Allergien beim Hund: Natürlich behandeln und vorbeugen, Auslöser erkennen und vermeiden“ können Sie hier bei Amazon ansehen.

Behandlung einer Allergie

Die Diagnose einer Allergie ist nicht einfach. Zuerst wird der Tierarzt alle anderen möglichen Erkrankungen sowie einen Parasitenbefall ausschließen.

Bei der endgültigen Diagnose können verschiedene Tests helfen. Dabei werden Allergene unter die oberste Hautschicht eingebracht und die Reaktion beobachtet. Auch ein Bluttest kann hilfreich sein.

Bei der Futtermittelallergie hilft nur die Ausschlussdiät, um das Allergen zu finden. Diese wird in Abstimmung mit dem Tierarzt durchgeführt und dauert etwa sechs bis zehn Wochen.

Sie ist für den Halter sehr anstrengend weil alles, was gefüttert wird, unbedingt dokumentiert werden sollte und viel Geduld gefordert ist.

Hunderassen mit erhöhtem Allergierisiko

Hunderassen mit erhöhtem Allergierisiko

Im Handel und auch beim Tierarzt sind hypoallergene Futtermittel erhältlich. Diese sind zumeist sehr teuer und bringen nicht immer den erwünschten Erfolg.

Welches Futter gegen Futtermittelallergie?

Im Falle einer Futtermittelallergie reagiert das Tier zumeist auf die tierischen Eiweiße. Der Grund dafür wird häufig in der Massentierhaltung gesehen.

Zudem enthalten die gängigen Futtermittel meist mehrere verschiedene Eiweißquellen. Tierhalter sollten daher zu Futtersorten greifen, die nur eine Eiweißquelle enthalten.

Der Handel bietet Futter mit ausgefallenen Fleischsorten wie Känguru, Strauß, Pferd oder Ren an. Verzichten Sie unbedingt auf Getreide im Futter.

Viele Hundehalter steigen im Falle einer Allergie auf Rohfütterung um. Das haben auch die Besitzer von Roxy gemacht.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Der Hundebesitzer kann das Menü für seinen Vierbeiner selbst zusammenstellen und nur die Zutaten verwenden, die Hund gut verträgt.

Dazu soll sich das naturbelassene Futter gut auf die Gesundheit des Hunds auswirken.

Eine allergenfreie Diät ist lebenslang notwendig. Eine Heilung gibt es leider nicht. Sie sollten einen Kontakt des Hundes mit dem Allergen möglichst meiden.

Medikamente können kurzfristige Linderung verschaffen. Und auch Homöopathie hat sich bei Hunden bewährt.