Diabetes bei Hunden ist eine ernste Erkrankung

Diabetes mellitus gilt mittlerweile als zweithäufigste Hormonstörung bei Hunden. Zwischen 0,3 bis 1 Prozent der Haushunde sind erkrankt. Unsere Hunde können genauso an Diabetes erkranken, wie wir Menschen.

Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der das Hormon Insulin fehlt oder nicht mehr richtig wirken kann. Nicht selten wird die Erkrankung durch eine falsche Ernährung und Übergewicht begünstigt.

Diabetes muss zwar ein Leben lang beobachtet und behandelt werden, gilt heute als gut zu beherrschen.

Diabetes bei Hunden ist eine ernste Erkrankung

Diabetes bei Hunden ist eine ernste Erkrankung

Was ist Diabetes mellitus und Insulin?

Die Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus wird häufig auch Zuckerkrankheit genannt. Zumeist tritt sie in der zweiten Lebenshälfte der Hunde auf. Es sind jedoch immer öfter auch junge Tiere betroffen.

Dabei wird die Erkrankung bei Hündinnen viermal häufiger beobachtet als bei Rüden.

Ist ein Hund an Diabetes erkrankt, so fehlt ihm Insulin, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Beim gesunden Hund wird das Hormon in der Bauchspeicheldrüse produziert. Insulin ist dafür verantwortlich, dass die Glukose, die mit der Nahrung aufgenommen wird, aus dem Blut in die Zellen gelangt.

Fehlt das Insulin, bleibt zu viel Glukose im Blut und der Blutzucker-Spiegel steigt. Beim kranken Hund wird entweder kein Insulin mehr produziert oder es wirkt nicht mehr in den Körperzellen.

Wie unterscheiden sich Typ 1 und Typ 2 Diabetes?

Grundsätzlich werden zwei verschiedene Typen der Erkrankung unterschieden. Diabetes mellitus Typ 1 wird dabei deutlich häufiger diagnostiziert als der Typ 2.

Bei Diabetes mellitus Typ 1 produziert die Bauspeicheldrüse kein Insulin mehr.

Typ 1 entsteht genau wie beim Menschen aus verschiedenen Gründen. Diese können eine Störung des Immunsystems, eine genetische Veranlagung oder auch Infektionskrankheiten sein. Hormonstörungen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, falsche Ernährung und Übergewicht sind ebenso häufige Ursachen für die Erkrankung.

Bei Diabetes mellitus Typ 2 produziert die Bauspeicheldrüse zwar Insulin, aber die Zellen sind resistent.

Diabetes mellitus Typ 2 ist beim Menschen die häufigste Form. Beim Hund kommt sie sehr selten vor und auch die Entstehung ist nicht wirklich geklärt. Es folgt ebenso ein erhöhter Blutzuckerspiegel.

Symptome für Diabetes beim Hund

Einige Symptome sind sehr typisch für die Zuckerkrankheit. Zumeist äußert sich eine Erkrankung durch übermäßigen Durst und Hunger. Daraus folgt ein starker Harndrang.

Auch wenn Ihr Hund ohne ersichtlichen Grund an Gewicht verliert, seine Kräfte nachlassen oder die Wundheilung schlecht ist, können dies Zeichen für Diabetes sein.

Steigt der Blutzuckerspiegel stark an, kann dies zu einem lebensbedrohenden Schock führen. Dann erbricht der Hund. Wasserverlust führt zu Austrocknung und Benommenheit. Diese Zustände können bis zum Koma führen.

Wird die Krankheit nicht erkannt und behandelt führt sie zum Tod des Tieres.

Achten Sie deshalb bei den leichtesten Anzeichen stets auf Ihren Hund und suchen Sie sicherheitshalber den Tierarzt auf.

In der Praxis kann durch eine Blut- und Urinuntersuchung eine mögliche Diabetes-Erkrankung leicht abgeklärt werden. Es können noch andere Untersuchungen notwendig werden, um den Allgemeinzustand des Tieres abzuklären.

Therapie bei Hunde-Diabetes

Ist ein Hund an Diabetes erkrankt, benötigt er zumeist ein Leben lang Insulin. Als Tierhalter haben Sie in diesem Fall die Aufgabe dem Hund seine tägliche Insulinmenge zu spritzen und den Blutzuckerwert zu messen.

Medizinische Geräte, um Blutzuckerwert zu messen und Insulin zu spritzen

Medizinische Geräte, um Blutzuckerwert zu messen und Insulin zu spritzen

Heute gibt es bereits medizinisches Zubehör, das sehr einfach zu bedienen ist und der Tierarzt gibt die entsprechende Einweisung. Der Tierarzt wird zusätzlich die Werte in regelmäßigen Abständen kontrollieren.

Hat der Hund Übergewicht, muss er eine entsprechende Diät halten und es sollte auf ausreichende Bewegung geachtet werden. Sie sollten zukünftig das Gewicht und den Allgemeinzustand ihres Lieblings dokumentieren. Dadurch lassen sich Veränderungen oder eventuelle Komplikationen rascher erkennen.

Werden die Anweisungen des Tierarztes eingehalten, hat der Hund weiterhin eine gute Lebensqualität.

Leider können immer wieder Folgeerscheinungen wie Augenprobleme oder Harnwegsinfekte vorkommen. Diese treten deutlich häufiger auf, wenn die Therapie nicht konsequent durchgeführt wird.

Als Hundebesitzer können Sie Diabetes nicht wirklich vorbeugen. Die genauen Ursachen sind beim Hund noch nicht ausreichend bekannt.

Dennoch können Sie mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung dazu beitragen, dass der Hund nicht übergewichtig wird.