Dürfen Hunde Eis essen?

Sobald die Temperaturen steigen, lechzen wir mit unseren Vierbeinern nach Abkühlung.

Wie sieht es mit einer Portion Eis aus? Dürfen unsere Hunde sich mit der kalten Leckerei erfrischen? Hier klären wir die Frage, ob Hunde Eis essen dürfen.

Welches Eis dürfen Hunde essen?

Dieser Frage nähern wir uns zuerst von der Seite der Eissorten und Zutaten. Grundsätzlich lassen sich diese Eissorten unterscheiden:

  • Speiseeis
  • Wassereis
  • Frozen Joghurt, Softeis
  • Eiswürfel

Klassisches Speiseeis besteht aus Ei, Milch, Sahne und Zucker. Je nach Sorte werden weitere Zutaten wie Schokolade, Kaffee, Vanille oder Früchte als Geschmacksrichtung hinzugefügt. Unter ständigem Rühren wird die Masse tiefgefroren. So entsteht der cremige Eis-Genuss.

Ein Blick auf die Zutaten von herkömmlichem Speiseeis beantwortet die Frage, ob Hunde Eis fressen dürfen allerdings noch nicht abschließend.

Ganz anders wird Wassereis hergestellt. Hier werden pürierte Früchte oder Säfte mit Zucker und Wasser tiefgefroren.

Eine dritte Variante ist Frozen Yoghurt oder das Softeis. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um gefrorenen Joghurt mit verschiedenen Zutaten.

Für Hunde wäre kein Inhaltsstoff grundsätzlich ungenießbar. Allerdings enthält Eis Lebensmittel, die für Hunde unverträglich oder ungesund sein können. Doch sehen wir uns das etwas genauer an. Und zu Eiswürfeln kommen wir weiter unten.

Milch und Sahne sind für Hunde unverträglich

Speiseeis enthält Milch. Viele Hunde vertragen Milch jedoch nicht. Sie reagieren mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf den Milchzucker.

Um Milchzucker im Körper aufzuspalten, muss der Körper das Enzym Laktase produzieren. Genau das passiert bei vielen Hunden nicht. Denn die Produktion von Laktase wird nach der Entwöhnung von der Muttermilch eingestellt.

Speiseeis könnte bei manchen Hunden also Magen-Darm-Probleme verursachen.

Außerdem spricht der hohe Fettgehalt von Milch und Sahne gegen Eis, zumindest bei übergewichtigen Hunden.

Eis enthält viel Zucker

Ein weiterer negativer Punkt ist der relativ hohe Zuckergehalt im Eis.

Normales Speiseeis ist sehr süß und enthält große Mengen an raffiniertem Zucker. Das ist für uns Menschen nicht gesund und für unsere Hunde ebenso wenig. Zucker fördert Übergewicht und sorgt für Zahnprobleme.

Zucker enthält keinerlei notwendige Nährstoffe und kann das Immunsystem schwächen. Die unkontrollierte Gabe von Zucker kann beim Hund sogar schwere Erkrankungen wie Diabetes auslösen. Genau aus diesen Gründen sollten Sie auf Zucker so weit wie möglich verzichten.

Hundeeis gibt es wirklich

Erfinderische Eis-Hersteller haben sich bereits mit dem Thema Hund und Eis auseinandergesetzt. Im Handel ist spezielles Hundeeis erhältlich.

Hier überzeugen Sorten wie

  • Wildlachs-Karotte
  • Bio-Rind mit Apfel
  • Frozen Yoghurt mit Pferd und Honig

Falls Sie das Glück haben, einen Anbieter in Ihrer Nähe zu finden, können Sie Ihren Liebling zwischendurch immer wieder mit diesen speziellen Eissorten verwöhnen.

Falls nicht, machen Sie das Eis für Ihren Hund doch selber. Dann müssen Sie auch nicht im Handel nach Hundeeis Ausschau halten. Zwei Rezepte haben wir für Sie zusammengestellt.

Hundeeis selber machen: 2 Rezepte

Dieses Eis können Sie schnell und einfach in Ihrer eigenen Küche herstellen. Ihr Vierbeiner wird sich sicherlich darüber freuen.

Die folgenden Grundrezepte können Sie nach Lust und Laune abwandeln:

Peanutbutter-Banana Rezept
2 Esslöffel Joghurt
1 Esslöffel Erdnussbutter, ungesüßt
½ Banane

Pürieren Sie alle Zutaten pürieren. Füllen Sie die Masse in kleine Förmchen. Stellen Sie die Form für einige Stunden in den Gefrierschrank, bis die Masse tiefgefroren ist.

Für größere Mengen an Eis, müssen Sie die Mengenangaben entsprechend vervielfachen.

Rind-Spezial Rezept
1 Esslöffel Quark
2 Esslöffel Joghurt
1 Esslöffel Rinderleber
1 Teelöffel Honig

Alle Zutaten pürieren und tieffrieren, wie oben beschrieben.

Alternative können Sie die selbst hergestellte Eismasse in ein Spielzeug Ihres Hundes füllen.

Ganz hervorragend eignet sich der Kong dafür. Frieren Sie das gefüllte Spielzeug anschließend ein. So haben Sie an einem heißen Tag eine perfekte Beschäftigungsmöglichkeit für Ihren Vierbeiner.

Nicht zu viel Eis für Hunde

Eis ist für den Hund keinesfalls giftig. In kleinen Mengen darf es schon mal geschleckt werden.

Sie sollten jedoch darauf achten, dass der Hund keine große Menge erhält. Die Kälte in Verbindung mit dem Schlingen, das viele Hunde praktizieren, kann zu Magenproblemen führen.

Ebenso wenig darf Ihr Hund Schokoladeeis lecken. Denn Schokolade ist für Hunde giftig. Ganz besonders gilt das für kleine Rassen.

Für Eiswürfel gelten die Bedenken wie Zucker, Milch und Schokolade natürlich nicht.

Dürfen Hunde Eiswürfel essen?

Letztendlich bestehen Eiswürfel nur aus gefrorenem Wasser, ganz ohne Zusätze. Und Wasser ist bekanntermaßen nicht schädlich.

Falls Ihr Hund gerne Eiswürfel isst, ist das grundsätzlich nicht verboten. Allerdings komme ich jetzt wieder mit einem erhobenen Zeigefinger. Denn auch bei Eiswürfeln sollten Sie einiges beachten:

  • Hunde mit empfindlichen Magen
  • Brain-Freeze als stechender Kopfschmerz
  • Crushed Ice besser als große Eiswürfel

Reagiert der Magen Ihres Hundes eher empfindlich, kann die Kälte der Eiswürfel die Magenschleimhäute reizen.

Kennen Sie den kurzen, stechenden Kopfschmerz, wenn Sie kalte Sachen essen? Das wird als Brain-Freeze bezeichnet.

Davon sind nicht alle Menschen betroffen. Bei Hunden ist das ähnlich. Insbesondere, falls Ihr Hund dazu neigt das Futter hinunterzuschlingen, könnte es unangenehm werden.

Prinzipiell sollten Sie dafür sorgen, dass die Eiswürfel nicht zu groß sind. Dann kann sich Ihr Hund nicht daran verschlucken. Wenn Sie ganz auf Nummer sichergehen möchten, wäre Crushed Ice am besten geeignet.

Ein paar Kleinigkeiten sollten Sie also bedenken. Aber dann dürfen Hunde Eiswürfel essen, zumindest hin und wieder.

Und schließlich könnten Sie die Eiswürfel in einen mit Wasser gefüllten Napf legen. Das kühle Wasser bietet Ihrem Hund dann eine fast ebenso gute Möglichkeit sich abzukühlen.

Trinkwasser im Sommer nicht vergessen

Bei sommerlicher Hitze stehen ein erfrischendes Bad, kühle Getränk oder ein leckeres Eis für uns Menschen an der Tagesordnung. Unsere Hunde müssen wir nicht davon ausschließen.

Wobei ich mich jetzt grundsätzlich frage, ob kalte Getränke überhaupt eine gute Idee sind. Schließlich muss der Körper dann mehr Energie investieren, um den Mageninhalt aufzuwärmen. Anschließend schwitzen wir umso mehr. Hunde können ihre Körpertemperatur jedoch nicht über Schwitzen regulieren.

Schon die alten Beduinen- und Nomadenvölker trinken in der größten Wüstenhitze heißen Tee.

Lauwarmes Wasser wäre also sicherlich die beste Variante, um sich im Sommer zu erfrischen. Das ist halt nicht so sexy wie Getränke mit Eiswürfeln oder Eiscreme. Aber das ist eine andere Diskussion.

Dürfen Hunde Eis essen: Fruchteis, Wassereis, Joghurt-Eis oder Eiswürfel?

Dürfen Hunde Eis essen: Fruchteis, Wassereis, Joghurt-Eis oder Eiswürfel?

Viel wichtiger ist eine volle Wasserschüssel. Gerade bei hohen Temperaturen sollten Sie Ihrem Hund viel frisches Wasser anbieten. Das Wasser sollte auch nicht gekühlt sein. Hier lesen Sie, wie viel Wasser ein Hund pro Tag benötigt.

In den meisten Fällen wird sich Ihr Begleiter über ein erfrischendes Bad in einem See mindestens so freuen, wie über ein Eis für Hunde.