Dürfen Hunde Fisch essen?

Fisch sollte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Das gilt für Menschen wie auch für Hunde. Damit nehmen wir die Antwort auf die Frage vorweg, ob Hunde Fisch essen dürfen.

Bei rohem Fisch müssen Sie auf Frische achten. Getrocknete Fische und Hundefutter mit Fisch aus der Dose sind länger haltbar.

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Fisch ist auf der ganzen Welt dank seiner hochwertigen Inhaltsstoffe beliebt.

Je nach Art, enthält Fisch bis zu 20 Prozent Eiweiß. Das ist leicht verdaulich und bietet eine ausgewogene Zusammensetzung der Aminosäuren.

Fisch liefert wertvolle Nährstoffe für Hunde

Fisch mit Kartoffeln oder Reis ist sogar für sehr empfindliche Hunde eine optimale Schonkost.

Auch das im Fisch enthaltene Fett ist durchwegs gut verträglich. Es enthält die wichtigen essentiellen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Sie sind für den Hund lebensnotwendig, können aber von ihm nicht produziert werden.

Fettarme Fische enthalten rund ein Prozent Fett, während der Gehalt bei Fettfischen wie dem Aal bis zu 24 Prozent hoch sein kann.

Daneben ist in Fisch ein hoher Teil an Vitaminen der B-Gruppe, vor allem Vitamin B-12 enthalten.

Dürfen Hunde Fisch essen?
Dürfen Hunde Fisch essen?

Rund 150 Millionen Tonnen Fisch werden jährlich durch den Fischfang und die Aquakultur produziert. Davon sind etwa 110 Millionen Tonnen für den menschlichen Verzehr bestimmt.

In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei ca. 14 kg Fisch im Jahr. In Österreich stieg der Pro-Kopf-Verbrauch in den letzten Jahren auf 8 kg an.

Rund 90 Prozent der Fische stammen aus den Weltmeeren. Wobei der Anteil an Speisefischen aus Fischfarmen und Aquakulturen stark ansteigt, um den enormen Fischbedarf zu decken.

Welcher Fisch ist gut für Hunde?

Grundsätzlich unterscheidet man Süßwasser- und Meeresfische.

Seefische/Meerwasserfische

  • Seelachs
  • Hering
  • Thunfisch
  • Pangasius
  • Kabeljau
  • Makrele
  • Rotbarsch
  • Sardine
  • Scholle
  • Schellfisch
  • Tilapia

Süßwasserfische

  • Lachs
  • Forelle
  • Saibling
  • Zander
  • Karpfen

Das vor allem in Seefischen enthaltene Jod ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil für die Gesundheit des Hundes. Daneben liefert Fisch reichlich Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kalium und Kupfer.

Durch ungeklärte Abwässer, die nach wie vor im Meer landen, können Seefische jedoch mit Schwermetallen wie Quecksilber sowie Pflanzenschutzmitteln belastet sein.

BARF: Roher Fisch für Hunde

Nich nur deshalb stehen den vielen positiven Eigenschaften von Fisch für Hunde einige Bedenken gegenüber:

  • Schwermetalle
  • Antibiotika
  • Pestizide
  • Thiaminase
  • Fischbandwurm
  • Gräten
  • giftiges Aalblut

Insbesondere beim Barfen wollen Sie Ihren Hund bestimmt mit frischem Fisch füttern. Doch was ist frischer Fisch überhaupt?

Falls Sie einen Angler kennen, der Sie mit einer kürzlich gefangenen Forelle versorgt, dann ist dieser Fisch garantiert frisch.

Und vermutlich werden Sie nicht auf den Gedanken kommen diese Forelle als rohes Sushi zu verspeisen. Vielmehr landet die Forelle in der Pfanne.

Damit verringern Sie zwei gängige Gefahren von rohen Süßwasserfischen:

  1. Zum einen beugen Sie einer möglichen Infektion durch den Fischbandwurm vor.
  2. Außerdem wird das Enzym Thiaminase durch Erhitzen unschädlich gemacht.

Wie oft dürfen Hunde Fisch essen?

Nach meinem Gefühl wird insbesondere das Thiaminase-Thema häufig über-dramatisiert.

Thiaminase ist ein Enzym, welches das Vitamin B1 (Thiamin) spaltet. Würden Sie zu viel Thiaminase mit der Nahrung aufnehmen, führt das zu einer Vitamin B1 Unterversorgung.

Das könnte dramatische Folgen haben und sogar bis zum Tod führen. Dieser Zusammenhang wurde erst im Jahr 1912 durch mehrere Mediziner belegt.

Allerdings wird Thiaminase beim Kochen zerstört. Und selbst eine rohe Forelle pro Woche würde keinen Hund umbringen, solange Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Falls Sie dennoch einen Thiamin-Mangel bei Ihrem Hund befürchten, sollten Sie das mit Ihrer Tierärztin besprechen.

Dürfen Hunde Fisch mit Gräten essen?

Roher Fisch bietet jedoch einen Vorteil, wenn Sie an die Gräten denken. Denn ungekochte Gräten sind weicher und damit leichter für Ihren Hunde zu schlucken.

In der normalen Großstadt-Welt werden Sie vermutlich eher mit tiefgekühltem Fisch in Berührung kommen.

Auf den ersten Blick klingt das nicht so gut wie frischer Fisch. Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso Sie Sushi mittlerweile in jedem Supermarkt-Regal kaufen können.

Wieso stirbt niemand durch verdorbenes Supermarkt-Sushi? Das ist einer der Vorteile von Tiefkühl-Fisch. Durch die tiefen Temperaturen werden Parasiten wie Nematoden und Bandwurmlarven abgetötet.

Dabei genügt es bereits, wenn der Fisch 24 Stunden bei -20 °C eingefroren wird. Das empfiehlt die britische Food Standards Agency.

Die us-amerikanische Food & Drug Administration (FDA) geht noch etwas weiter und empfiehlt die Lagerung bei -20 °C für mindestens sieben Tage. Wobei sich der Zeitraum bei einer Temperatur von -35 °C auf 15 Stunden reduziert.

Hunde lieben frischen Fisch

Frischer Fisch darf auf keinen Fall einen unangenehmen Geruch aufweisen. Das Fleisch muss fest sein. Wenn die Haut noch vorhanden ist, dürfen sich Schuppen nicht leicht lösen und die Augen müssen glasklar sein.

Für Hundefutter werden zumeist Fischreste von Seefischen wie Seelachs, Lachs und Kabeljau verwendet.

Lachs, Sardellen und andere Meeresfische kommen getrocknet in den Handel und können ideal als Leckerli verfüttert werden. Auch die Haut von Fischen wird gerne getrocknet für Hunde verwendet.

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