Gemüse für Hunde, mit Obst und Gemüse pflanzliche Ballaststoffe füttern

Hunde sind Fleischfresser, das ist wohl unbestritten.

Da stellt sich doch die Frage, warum in so vielen hochwertigen Futtersorten Gemüse enthalten ist. Ist das notwendig und schmeckt das den Vierbeinern denn überhaupt?

Die Antworten darauf sind nicht ganz einfach. Tatsache ist, dass Obst und Gemüse wichtig für die Verdauung der Hunde sind. Darüber hinaus liefert pflanzliche Nahrungsbestandteile die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe.

Pflanzliche Stoffe helfen der Verdauung

Damit die Verdauung unserer Hunde problemlos funktioniert, muss das Tier einen gewissen Teil an schwer- oder unverdaulichen Nahrungsbestandteilen zu sich nehmen.

Gemüse für Hunde, mit Obst und Gemüse pflanzliche Ballaststoffe füttern

Gemüse für Hunde, mit Obst und Gemüse pflanzliche Ballaststoffe füttern

Diese sogenannten Ballaststoffe füllen den Darm und helfen mit, dass die Nahrung rasch transportiert und ausgeschieden wird.

Derartige Rohfaseranteile sind vorwiegend in Getreide, Hülsenfrüchten aber eben auch in Obst und Gemüse enthalten.

Nachdem Getreide und Hülsenfrüchte für den Hund negative gesundheitliche Konsequenzen haben können, eignen sich hier Obst und Gemüse optimal als Ballaststofflieferanten.

Wichtig ist die Menge an Rohfasern zu begrenzen. Frisst der Hund zu viel davon, kann dies etwa zu Durchfall führen.

Gemüse und Obst sind auch für den Hund gesund

Gemüse und Obst liefern darüber hinaus eine Reihe sekundärer Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit unserer Vierbeiner auswirken.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Saponine, Monoterpene, Phenolsäuren, Flavonoide

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Saponine, Monoterpene, Phenolsäuren, Flavonoide

Beispiele dafür sind etwa die Carotinoide, die in Karotten, Aprikosen oder Spinat vorkommen. Sie unterstützen das Immunsystem, wirken Krebserkrankungen entgegen und verhindern Zellkernschädigungen.

Die Saponine, die in Spinat und Hülsenfrüchten enthalten sind, senken das Cholesterin und gelten als entzündungshemmend.

In beinahe allen Pflanzen kommen die Phenolsäuren und Flavonoide vor. Sie haben antimikrobielle und antioxidative Wirkung.

In Äpfeln, Aprikosen, Himbeeren oder Heidelbeeren finden sich Monoterpene, die Krebs entgegenwirken sollen.

Welche Gemüse dürfen Sie füttern?

Grundsätzlich eignen sich die meisten Obst- und Gemüsesorten für den Hund.

In den heutigen, modernen Alleinfuttermitteln sind diese Zutaten meist bereits enthalten. Sie müssen daher Ihren Hund nicht zusätzlich mit Salat, Äpfeln oder Spinat füttern.

Besonders wichtig ist eine Zugabe von Obst und Gemüse, wenn Sie Ihren Hund barfen und damit roh füttern. Ideal ist es, das Gemüse leicht zu dünsten oder zu pürieren. So wird es für den Hund leichter verdaulich.

Natürlich gibt es auch jene Hausgenossen, die absolut keinen Wert auf diese hochwertigen Futterzusätze legen. In diesem Fall ist es ideal, die gesunden Nahrungsmittel zu pürieren und unter das Fleisch oder die Innereien zu mischen.

Möchten Sie Ihrem Tier eine reine Gemüsemahlzeit zubereiten, vergessen Sie nicht hochwertiges Öl dazu zu mischen. Das Öl sorgt dafür, dass der Hund auch die fettlöslichen Vitamine verwerten kann.

Hier finden Sie eine Liste mit 30 Gemüsesorten, die Hunde fressen dürfen.

Welches Gemüse dürfen Hunde fressen? 30 Gemüsesorten die gesund sind

Welches Gemüse dürfen Hunde fressen? 30 Gemüsesorten die gesund sind

Geschmäcker sind verschieden

Unsere drei Jungs reagieren sehr unterschiedlich auf Obst und Gemüse. Alonso, unser Podenco frisst alles an Grünzeug, was ihm unterkommt. Nicht selten haben wir schon andere Hundebesitzer zum Schmunzeln gebracht, wenn er wie ein Pferd von einer Karotte abgebissen und die anderen Leckerlis dafür liegen gelassen hat.

Maui, unser Mischlingsrüde, liebt Äpfel. Er nimmt sie sogar mit, wenn er sie beim Spazieren gehen unter einem Baum findet.

Beide fressen auch gerne Bananen, Gurken oder auch mal eine Cocktailtomate.

Kommt man allerdings unserem Chihuahua Tequila mit Obst oder Gemüse zu nahe, so erntet man einen bösen Blick. Er rümpft sein hübsches Näschen und sucht das Weite. Bei ihm müssen diese Zutaten möglichst gut zerkleinert im Fleisch versteckt sein.

Vorsicht, nicht jedes Gemüse ist gesund

Behalten Sie aber bei der Fütterung von Obst und Gemüse immer im Auge, dass nicht alle Sorten für den Hund verträglich sind.

Auf rohe Zwiebel und Knoblauch sollten Sie in jedem Fall verzichten. Ihre Inhaltsstoffe können dem Hund lebensbedrohenden Schaden zufügen.

Rohe Kartoffeln und Tomaten können in den grünen Pflanzenteilen Solanin enthalten, was sowohl für den Hund als auch für uns Menschen giftig wirkt.

Sehr umstritten ist die Avocado. Es ist nicht wirklich bekannt, ob sie für den Hund giftig oder schädlich ist und die Meinungen gehen hier sehr auseinander. Ebenso unklar ist die Wirkungen von Trauben und Rosinen.