Da Hunde fast nicht schwitzen, drohen Sonnenstich und Hitzschlag im Sommer

Es war ein wunderschöner, heißer Sommertag. Die Familie war bei Freunden im Garten zu Gast. Natürlich durften auch die Hunde nicht fehlen.

Barry ist ein mittelgroßer Mischling mit kurzem Fell. Er ist nicht daran gewöhnt, den ganzen Tag im Garten zu tollen. Er ist mehr ein Wohnungshund, der auf seine täglichen Spaziergänge angewiesen ist.

Genau darum war es umso lustiger mit den anderen beiden Hunden zu toben und zu spielen.

Unablässig lief Barry seinem Ball hinterher und wollte einfach nicht rasten. Das böse Erwachen folgte nach der Heimfahrt.

Erschöpfung und Verdauungsbeschwerden

Nach einem kurzen Abendspaziergang und seiner Fütterung schlummerte er selig vor sich hin. Barry war todmüde, was wohl kaum verwunderlich war.

Doch schon einige Stunden später begann er zu erbrechen, dann folgte Durchfall. Auch am nächsten Morgen war keine großartige Besserung zu bemerken.

Zunächst dachten wir an einen Virus, doch der Tierarzt war anderer Meinung. Barry hatte schlichtweg zu viel Sonne abbekommen und sich durch die Toberei auch noch verausgabt.

Die Therapie war einfach. Ruhe, Schonkost, viel frisches Wasser und keine Anstrengung mehr in der Sonne.

Hunde schwitzen nicht sondern Hecheln

Da Hunde fast nicht schwitzen, drohen Sonnenstich und Hitzschlag im Sommer

Da Hunde fast nicht schwitzen, drohen Sonnenstich und Hitzschlag im Sommer

Hunde sind sehr hitzeempfindlich. Sie besitzen kaum Schweißdrüsen wie wir Menschen und können daher auch nicht schwitzen.

Will der Hund seinen Körper abkühlen, muss er hecheln. Damit erzeugt er Verdunstungskälte.

Das funktioniert aber nur bei Umgebungstemperaturen bis etwa 28 Grad Celsius. Temperaturen, die höher liegen, können für das Tier zum Problem werden.

Der Hund muss versuchen, sich auf andere Art abzukühlen. Zumeist suchen die Tiere kühle Liegeflächen auf oder beginnen ihr Fell zu lecken.

Funktioniert dies nicht, erhöht sich die Körpertemperatur. Erste Symptome einer Überhitzung sind Kreislaufbeschwerden und Schwäche.

Im Fall von Barry kamen auch noch Verdauungsbeschwerden dazu, die aber dank der Schonung rasch wieder vorbei waren. Für einen Sonnenstich oder Hitzschlag können das typische Symptome sein.

Tipps für heiße Sommertage

Es ist herrlich den Sommer gemeinsam mit seinem Vierbeiner zu genießen Achten Sie bei Spaziergängen darauf, dass der Hund nicht in der prallen Sonne gehen muss. Das ist übrigens auch für den Halter von Vorteil.

Wenn es besonders heiß ist, sollten Sie die frühen Morgenstunden und die späten Abendstunden für ausgiebige Spaziergänge nutzen.

Tagsüber ist es wichtig, dass der Hund immer Wasser zur Verfügung hat. Haben Sie einen Hund mit dichtem Fell, bürsten Sie regelmäßig die Unterwolle aus, das schafft Erleichterung.

Je nach Fellbeschaffenheit können Sie Ihrem Liebling auch einen kurzen Sommerschnitt verpassen. Dieser ist aber nicht für alle Fellarten geeignet.

Ein Hundefriseur und Ihr Tierarzt können Ihnen hier gute Tipps geben.

Wasser dient als Kühlung von Innen und Außen

Meiden Sie Spaziergänge auf heißem Asphalt.

Mithilfe der Fünf-Sekunden-Regel können Sie ganz leicht testen, ob es zu heiß für Ihr Tier ist. Halten Sie dazu einfach den Handrücken für fünf Sekunden auf den Bodenbelag.

Handrücken 5 Sekunden auf Asphalt halten, um Temperatur für Hundepfoten einzuschätzen

Handrücken 5 Sekunden auf Asphalt halten, um Temperatur für Hundepfoten einzuschätzen

Ist es für Sie zu heiß, dann ist es auch für Ihren Hund zu heiß und böse Verbrennungen und Blasen könnten die Folge sein.

Gehen Sie besser im Wald spazieren. Nehmen Sie dazu immer Wasser für Ihren Liebling mit.

Im Handel gibt es spezielle Trinkflaschen, die man am Gürtel befestigen kann. Diese Flaschen haben eine Trinkschüssel integriert.

Wenn Ihr Hund Wasser liebt, machen Sie einen Ausflug zum nächsten See. Doch Achtung, nicht überall sind die Vierbeiner erwünscht. Meist sind Bäche oder Flüsse geeigneter, um dem Hund eine kleine Abkühlung zu verschaffen.

Sollten sie zu jenen Hundebesitzern gehören, die nicht mit einer Wasserratte zusammenleben, können Sie zumindest vorsichtig die Beine oder den Bauch Ihres Lieblings mit nassen Tüchern kühlen.

Kreislauf nicht mit Futter überfordern

Wenn Ihr Hund auf die Hitze stark reagiert, geben Sie ihm besser mehrmals täglich kleine Futtermengen. Dies ist für den Kreislauf idealer als einmal eine große Portion.

Achten Sie darauf, dass das Futter leicht ist und den Verdauungstrakt des Tieres nicht zu sehr belastet.

Ist der Hund sehr matt und hat offensichtlich Probleme mit dem Kreislauf, können auch Crategutt Tropfen gute Dienste leisten. Crategutt ist ein pflanzliches Mittel, das Weißdorn enthält und die Herzfunktion kräftigt und damit auch die Durchblutung reguliert.

In diesem Sinne wünschen wir noch einen schönen Sommer.