Hundefressnapf höhenverstellbar, Pro und Contra Vergleich und Kauftipps

Wenn Sie für Ihren Hund bereits nach einem Futternapf gesucht haben, dann kennen Sie die endlosen Regale der Fachgeschäfte.

Inmitten dieser bunten Variation sticht der höhenverstellbare Hundenfressnapf heraus. Er besteht aus einem Metallgestell und zumeist zwei Edelstahlnäpfen.

Statt kaltem Edelstahl, können Sie sonst aus jeder erdenklichen Art von Schüsseln wählen. Die beliebtesten Napf-Materialen sind Edelstahl, Keramik und Melamin.

Verstellbare Fressnapf-Konstruktion gibt es in verschiedenen Größen, von namhaften Herstellern wie

Falls Sie das puristische Stahlrohrdesign nicht anspricht, gibt es zwischenzeitlich Napfständer, die optisch mehr überzeugen. Zum Beispiel bietet die Firma Rotho einen verstellbaren Kunststoff-Untersatz.

Höhenverstellbarer Futternapf von Rotho

Höhenverstellbarer Futternapf von Rotho

Der Ständer besteht aus einem farbigen Polypropylenrahmen mit integrierter Edelstahlschüssel. Drei Antirutsch-Füße lassen sich in der Höhe unterschiedlich verstellen. So können Sie den Napf sogar zur Seite neigen.

Bei Rotho bekommen Sie den Napfhalter in drei Farben und drei Größen.

In der letzten Zeit sind auch edlere Konstruktionen erhältlich, die aus einer erhöhten Holzbar und eingesetzten Keramikschüsseln bestehen. Diese Teile sind allerdings nicht verstellbar.

Zum Beispiel bietet PetFusion so eine Holzbar an, die Sie hier bei Amazon ansehen können.

Höhenverstellbare und überverwöhnt

Als Hundehalter lieben wir es, unsere Lieblinge zu verwöhnen. Das hat der Handel natürlich erkannt und bietet neben Futtermitteln zahlreiche Hunde-Accessoires an.

Einige dieser Gegenstände erleichtern das Leben von Hund und Halter ungemein.

Es gibt aber auch zahlreiche Artikel, auf Sie im Normalfall getrost verzichten können. Ein Objekt sorgt dabei unter Hundehalter immer wieder für Diskussionen: der höhenverstellbare Hundenapf.

Sinnvoll als Fressnapf für besondere Hunde

In Ausnahmefällen kann die umstrittene Konstruktion sehr sinnvoll sein. Denken wir an behinderte Hunde, gehbehinderte Hunde, Hunde mit akuten Gelenksproblemen oder Tiere mit Verletzungen von Hüfte oder Wirbelsäule.

Hier erleichtert es ein erhöhter Futternapf deutlich, dass die Hunde fressen können. Das gitl auch, wenn Ihr Lieblings nach einer Operation mal eine Halskrause tragen muss.

Unser Maui hat steife Hinterbeine. Für ihn ist es nicht einfach, sich zum Futter hinunterzuneigen. Wir haben rasch erkannt, dass es für ihn deutlich angenehmer ist, wenn der Futternapf auf einem Hocker und damit etwas erhöht steht.

Megaösophagus

Ein erhöhter Futternapf ist besonders wichtig für Tiere, die an Megaösophagus leiden.

Das ist eine Erkrankung der Speiseröhre, bei der die Speiseröhre erweitert ist. Gefressenes Futter wird dadurch nicht in den Magen transportieren, sondern bleibt in der Speiseröhre stecken. Kurz nach dem Essen müssen kranke Hunde erbrechen.

Ein typisches Symptom ist das Erbrechen von völlig unverdautem Futter nach der Futteraufnahme oder auch noch Stunden danach. Der typische Würgereiz bleibt jedoch aus. Gefährlich wird Megaösophagus, wenn der Futterbrei in die Luftröhre gelangt.

Für diese Hunde ist das Füttern in erhöhter Position unbedingt notwendig, neben einigen anderen Vorsichtsmaßnahmen. Beim Fressen sollten sie sogar auf den Hinterbeinen stehen, damit die Speiseröhre möglichst gestreckt ist.

Der gesunde Hund kann darauf verzichten

Bei gesunden Hunden kann über die Sinnhaftigkeit des höhenverstellbaren Hundenapfes diskutiert werden. Martin Rütter, der bekannte Autor und Hundetrainer bezeichnete diese Näpfe augenzwinkernd als überflüssig.

Zumeist wird eine höhenverstellbare Hundebar mit dem Argument verkauft, der Napfständer würde mit dem Hund mitwachsen und sei damit rückenschonend.

Wann hat Ihr Hund den Kopf am Boden?

Beobachten Sie Ihren Hund einfach einmal beim Spazieren gehen. Sie werden merken, dass Ihr Tier die Nase meistens am Boden hat, um „Informationen“ zu erschnüffeln.

Vergleichen Sie nun die Dauer des Spaziergangs mit der Zeit, die Ihr Hund für das Fressen benötigt.

Wird Ihnen klar, worauf ich hinaus möchte? In den wenigen Sekunden, die der Hund den Kopf beim Fressen senkt, werden wohl kaum zu Rückenproblemen führen.

Fakt ist, dass es nicht notwendig ist, dass der Hund in erhobener Position frisst. Wenn er selbst Futter organisieren würde, würde er es schließlich kaum auf einen Tisch legen, um komfortabler fressen zu können.

Dazu kommt, dass bei den herkömmlichen höhenverstellbaren Futternäpfen die Futter- und Wasserschüssel knapp nebeneinander angeordnet sind. Je nachdem wie wild Ihr Hund beim Fressen wird, wird das Trinkwasser laufend verunreinigt.

Es gibt auch Alternativen

Das Fazit zum höhenverstellbaren Hundefressnapf fällt ganz einfach aus. Er gehört nicht zu den Accessoires, die Hund oder Hundehalter unbedingt benötigen. In einigen Fällen hat er jedoch absolut seine Berechtigung.

Wenn Sie zu einem solchen Teil tendieren, achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Konstruktion stabil ist. Die Näpfe sollten leicht zu entnehmen und das komplette Gestell muss rostfrei und leicht zu reinigen sein.

Findige Hundebesitzer können aber ganz einfach den Futternapf nach Wunsch auf einen Hocker oder eine Kiste stellen. Damit kann der Napf ganz nach Bedarf reguliert und das Design können Sie ganz nach Ihren Wünschen gestalten.