Homöopathische Mittel für Hunde in der Hausapotheke

Mit homöopathischen Mitteln können akute und chronische Erkrankungen der Hunde behandelt werde.

Die Naturheilmethode ist jedoch schon lange nicht mehr nur dem Menschen vorbehalten. Immer mehr Tierbesitzer entdecken die Homöopathie für ihre Tiere.

Vor rund 200 Jahren entstand die Homöopathie. Sie gilt als Alternativmedizin oder auch Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Die Anwendungsbereiche sind breit gefächert und bei korrekter Verwendung können nachweisliche Erfolge erzielt werden.

Homöopathische Mittel für Hunde in der Hausapotheke

Homöopathische Mittel für Hunde in der Hausapotheke

Dabei sollten Sie jedoch stets die Grenzen dieser Therapiemöglichkeit im Auge behalten.

Liste der Mittel für die Hausapotheke

Bei homöopathischen Arzneimitteln wird zwischen Einzelmitteln und Komplexmitteln unterschieden. Während Einzelmittel nur einen Wirkstoff enthalten, bestehen Komplexmittel aus mehreren Wirkstoffen die aufeinander abgestimmt sind.

Diese Komplexmittel sind auch für den Laien anzuwenden. So werden fertige Mischungen für einzelne Krankheiten und Verletzungen angeboten, die zwischenzeitlich leicht in der Handhabung sind.

Eines dieser Mittel ist Traumeel, das bei Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates gute Dienste leistet.

Auch Beruhigungsmittel, Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und gegen Schmerzen sind als Komplexmittel erhältlich.

In der Hausapotheke für den Hund sollten einige Einzelmittel nicht fehlen.

  • Arnica, als homöopathische Schmerzmittel für Hunde
    Arnica können Sie dem Hund immer dann geben, wenn er sich verletzt hat. Das Mittel ist optimal geeignet bei Verstauchungen, Prellungen oder anderen stumpfen Verletzungen. Es wirkt auch blutstillend und wundheilend.
  • Traumeel bei Verletzungen
  • Nux Vomica
    Bei Magenverstimmungen kann Nux Vomica dem Hund helfen, dass er sich rasch besser fühlt.
  • Cocculus
    Haben Sie einen Hund, dem beim Autofahren schlecht wird, dann geben Sie ihm Cocculus.
  • Chamomilla, als homöopathisches Beruhigungsmittel für Hunde
    Chamomilla ist ein Mittel, das beinahe in jeder Situation angezeigt ist. Es beruhigt, hilft gegen Schmerzen, Angst und sogar bei Aggressionen und Eifersucht unter Tieren.

Speziell gegen den häufigen Juckreiz gibt es leider keine Patentrezept. Ein homöopathisches Mittel gegen Juckreiz sollten Sie sich immer vom Arzt verschreiben lassen, weil die Ursachen sehr vielfältig sein können, von Parasiten bis zu Futterunverträglichkeit.

Homöopathie hat ihre Grenzen

Wenn Sie sich näher mit dieser Therapieform für Ihren Hund befassen möchten, finden Sie in den folgenden zwei Büchern viel wertvolle Tipps.

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Homöopathie als alternative Medizin

Entwickelt wurde die Homöopathie vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann. Er veröffentlichte seine Vorstellungen und Erfahrungen im Jahr 1796.

Wortwörtlich übersetzt heißt Homöopathie „ähnliches Leiden“, denn das Prinzip dieser Heilmethode beruht auf der Aussage „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“.

Das bedeutet, dass eine Krankheit mit dem Mittel geheilt werden sollte, das in normaler Konzentration beim Patienten eben diese Symptome hervorrufen würde. Klingt zuerst einmal eher seltsam. Doch genauso funktioniert die Therapie.

Verwendet werden Stoffe aus dem Tier, Mineral- und Pflanzenreich. Dabei sind oft Stoffe enthalten, die sowohl für Mensch als auch Tier hochgiftig sind. Beispiele dafür sind etwa Tollkirsche oder Quecksilber.

Liste homöopathischer Mittel in der Hundeapotheke

Liste homöopathischer Mittel in der Hundeapotheke

Hokus-Pokus mit potenzieren, verschütteln und verdünnen

Das Geheimnis der Homöopathie liegt in der Verdünnung. Die Substanzen werden stark verdünnt. Dieser Vorgang heißt Potenzieren.

Beim Potenzieren werden die sogenannten Urtinkturen, die wirksamen Substanzen, mit Trägermaterialien wie Milchzucker, destilliertem Wasser oder Ethanol bis zur gewünschten Potenz verschüttelt. Diese Potenzen werden mit den Buchstaben C oder D und einer Zahl angegeben.

Homöopathische Mittel sind als Globuli, in flüssiger Form oder als Tabletten erhältlich. Globuli kennen Sie bestimmt als die kleinen Zuckerkügelchen.

Welches Mittel hilft Ihrem Hund?

Die Homöopathie wird bei Hunden sowohl bei akuten als auch chronischen Erkrankungen angewendet. Einige Hundebesitzer wenden diese Therapieform aber auch bei seelischen Problemen oder Verhaltensstörungen ihres Tieres an. Denn auch in diesen Fällen hilft die alternative Heilmethode.

Etwas kompliziert gestaltet sich bei der Homöopathie die Suche nach dem optimalen Mittel. Wenn Sie als Hundebesitzer hier schon Erfahrung haben, wird es leichter.

Als Anfänger können Sie sich zu Beginn an einen Tierhomöopathen wenden. In der Zwischenzeit bieten auch bereits viele Schulmediziner die Homöopathie ergänzend in ihrer Praxis an.

Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapie. Daher sind bei der Wahl des richtigen Mittels nicht nur die Krankheitssymptome, sondern auch das Allgemeinverhalten des Hundes von Bedeutung.

Verhalten des Hunds beobachten lernen

Hier ist Ihre Beobachtungsgabe als Hundehalter gefragt. Je mehr Details Sie zum Verhalten des Hundes geben können, desto leichter lässt sich das adäquate Mittel finden.

Wichtig dabei sind Körperhaltung, Fress- und Trinkverhalten und natürlich auch das Verhalten anderen Hunden oder auch Ihnen gegenüber. Jede Kleinigkeit kann wichtig sein.

Ist die passende Substanz gefunden, können Sie dem Hund die Substanz optimal als Lösung oder Globuli verabreichen. Das Mittel können Sie entweder direkt ins Trinkwasser mischen oder Sie verteilen es im Maul des Hundes, zwischen Lefzen und Zahnfleisch.

Homöopathisches Mittel, wie dosieren und anwenden?

Die Dosierung ist abhängig von der Potenz und der Erkrankung.

Bei akuten Erkrankungen oder Verletzungen
ist eine Gabe alle 5, 10, 20 oder 30 Minuten üblich.

Bei Fieber, Durchfall oder Entzündungen ist eine zwei- bis viermalige tägliche Gabe üblich. Chronische Erkrankungen erfordern eine ein- bis zweimalige Gabe täglich.

Dabei werden niedrige Potenzen bei akuten Zuständen verwendet und hohe Potenzen bei chronischen Zuständen. Mittelgroße Hunde erhalten dabei pro Gabe etwa fünf Globuli. Große und kleine Tiere entsprechend mehr oder weniger.

Wichtig bei der Behandlung von Tieren ist stets die Symptome und die Art der Erkrankung gut im Auge zu behalten. Die Homöopathie kann vom Laien immer nur zusätzlich oder bei harmlosen Krankheitssymptomen eingesetzt werden. Ernsthafte Erkrankungen gehören stets in die Hände eines Tierarztes.