Hund zieht an der Leine!

Hunde benötigen ausreichend Bewegung. Sie sollten spielen, toben und frei laufen dürfen.

Nicht immer ist das überall möglich. Manchmal muss der Hund an die Leine, weil es nicht erlaubt ist Hunde frei laufen zu lassen. Gerade im Wald und manchmal auch im Stadtgebiet muss der Hund an die Leine.

Hund zieht an der Leine! Ziehen abgewöhnen, ohne Hilfsmittel

Hund zieht an der Leine! Ziehen abgewöhnen, ohne Hilfsmittel

Allerdings müssen Hunde erst lernen an lockerer Leine neben ihrem Frauchen oder Herrchen herzulaufen.

Hunde wissen nicht instinktiv, wie sie sich an der Leine zu verhalten haben.

Leinenführigkeit trainieren

Lernt der Hund das nicht, entstehen laufend unangenehme Situationen. Der Hund ist unzufrieden und zieht an der Leine. Die Halterin ist schon vor dem Spaziergang genervt.

Mit einem kleinen Hund lässt sich das Ziehen an der Leine vielleicht noch ertragen. Problematisch wird die Angelegenheit bei großen Tieren.

Denn was tun Sie, wenn sich 60 Kilogramm Lebendgewicht in die Leine hängen und die Richtung ansagen?

Je früher Sie dem Leineziehen den Kampf ansagen, desto besser!

Ziehen an der Leine hat verschiedene Gründe

Leinenführigkeit ist einem Hund nicht angeboren.

Es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum der Hund an der Leine zieht:

  • Manche Hunde schnüffeln so interessiert am Boden und an den Pflanzen, dass sie alles um sich völlig vergessen.
  • Einige Tiere marschieren hoch erhobenen Hauptes voran. Sie sind schlichtweg der Meinung, sie müssten ihr Rudel und damit auch ihren Menschen beschützen.
  • Wieder andere Hunde ziehen vor allem an der Leine, sobald sie andere Hunde sehen.

In jedem Fall hat der Halter es versäumt, rechtzeitig einzulenken.

So gewöhnen Sie Ihrem Hund das Ziehen an der Leine ab, ohne Hilfsmittel

So gewöhnen Sie Ihrem Hund das Ziehen an der Leine ab, ohne Hilfsmittel

Wie kann ich das Ziehen abgewöhnen?

Je schneller Sie die Leinenführigkeit in die Erziehung einbauen, desto besser ist es. Schon Welpen können lernen, dass die Leine nicht spannen muss, wenn man spazieren geht.

Idealerweise verbinden Sie die Hundeleine mit Spiel und Spaß. Die Leine muss positiv belegt sein.

Viele Hund hassen die Leine, weil sie dadurch eingeschränkt sind.

Wird die Leine aber mit Spielzeug, Spaß und Abwechslung in Verbindung gebracht, ist sie für den Vierbeiner gleich kein Problem mehr. Und genau das kann der Welpe bereits erleben.

Warum ist Leinenziehen für den Hund von Vorteil

Das Ziehen an der Leine ist ein erlerntes Verhalten, das dem Hund Vorteile bringt.

Er zieht und zieht. Und wenn er genug zieht, dann macht sein Halter genau das, was er will.

Darum ist der erste Schritt immer: Die Halterin sagt, wo es langgeht.

Auch wenn es schwerfällt. Ihr Hund muss lernen sich nach Ihnen zu richten.

Während des Spaziergangs an der Leine können Sie den Hund zwischendurch immer wieder ansprechen.

  • Reagiert er darauf, erhält er ein Leckerchen.
  • Reagiert er nicht, bleiben Sie sofort stehen oder ändern sofort die Richtung.

Übungen, ohne Hilfsmittel

Rasche Richtungswechsel verwirren den Hund zu Beginn. Schließlich ist er gewohnt, dass Sie ihm überall hin folgen. An die neue Situation wird er sich schnell gewöhnen.

Beginnt er an der Leine zu ziehen, machen Sie es ganz genauso:

  • Sie bleiben sofort stehen oder wechseln abrupt die Richtung.
  • Folgt der Hund sofort, wie er das sollte, belohnen Sie ihn.

Dadurch lernt Ihr Hund, sehr genau auf Sie zu achten. Statt der Leckerlis können Sie auch ein Spielzeug verwenden, um seine Aufmerksamkeit zu erhalten.

Trainieren Sie an ruhigen Plätzen

Wählen Sie für den Beginn immer ruhige Plätze zum Üben. Sie sollten jede Ablenkung vermeiden, wie fremde Hunde, Radfahrer oder Autos. So kann sich das Tier besser auf Sie konzentrieren.

Leinenführigkeit trainieren

Leinenführigkeit trainieren

Mit fortschreitendem Erfolg steigern Sie dann die Ablenkung.

Dieses Training muss sehr konsequent und unbedingt bei jedem Spaziergang erfolgen. Das müssen allerdings auch alle Familienmitglieder beherzigen.

Viele Methoden führen zum Ziel

Diese einfache Methode ist nur eine von vielen Möglichkeiten, um Ihrem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen.

Jeder Hundetrainer schwört auf seine ganz eigenen Mittel, die zum Ziel führen. So schwören manche Trainer auf Schleppleinen-Übungen.

Wichtig ist es jedoch, in erster Linie dahinter zu kommen, warum das Tier an der Leine zieht.

Handelt es sich um ein Tier, das über einen ausgeprägten Jagdtrieb verfügt, so muss auch an diesem gearbeitet werden. Ebenso wichtig ist ein entsprechendes Training, wenn der Hund ein Dominanzproblem hat, und meint alles und jeden beschützen zu müssen.

Mit Leinenführigkeit macht der Spaziergang wieder Spaß

Leinenführigkeit ist ein sehr umfangreiches Thema. Beobachten Sie Ihren Hund ganz genau beim Spazieren gehen.

Bieten Sie ihm genug Abwechslung. Spielen Sie auf dem Spaziergang auch einmal mit ihm. Erforschen Sie mit ihm an der Leine die Gegend. Machen Sie einfach Dinge, die Ihrem Hund Spaß machen.

So wird die Leine für den Hund kein unangenehmer Zwang mehr sein. Schon bald wird die Leine nicht mehr stören. Und Sie können ganz entspannt den Spaziergang genießen.