Hilft Knoblauch gegen Zecken oder ist Knoblauch giftig für Hunde?

Der Frühling beginnt und damit auch die Ungezieferzeit. Gerade Zecken haben ab sofort Hochsaison und ohne den richtigen Schutz fühlen sich die kleinen Blutsauger auf unseren Vierbeinern äußerst wohl.

Alljährlich kommt beim Thema Ungeziefer auch die Diskussion darüber auf, welche Mittel am effektivsten sind im Kampf gegen die kleinen Plagegeister. Ganz besonders umstritten dabei ist das Naturheilmittel Knoblauch.

Er soll gegen Ungeziefer auf ganz natürliche Weise helfen. Doch stimmt das wirklich?

Die stark riechende Knolle
wirkt nicht gegen Parasiten.

Knoblauch, oder Sativum allium, gehört zu den Lauchgewächsen und stammt ursprünglich aus Asien. Für uns Menschen gilt Knoblauch als beliebtes Gewürz in der Küche und auch als Heilpflanze.

Das stark riechende Knollengewächs soll aber auch gegen Parasiten wie Flöhe, Würmer und Zecken beim Hund sehr wirksam sein. Das glauben zumindest zahlreiche Hundebesitzer und mischen ihren Tieren regelmäßig Knoblauch ins Futter.

Im Handel sind sogar spezielle Präparate erhältlich. Knoblauchöl und Knoblauchpulver gelten als natürliches und gesundes Hilfsmittel gegen die unliebsamen Tierchen.

Gleich vorneweg: Knoblauch hält keinerlei Ungeziefer von Ihrem Hund fern.

Ganz im Gegenteil, in der falschen Dosierung kann Knoblauch Ihrem Hund sogar gefährlich werden.

Zu viel Knoblauch ist giftig für Hunde

Knoblauch und auch Zwiebel enthalten schwefelhaltige Verbindungen, die das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen der Hunde zerstören und zur sogenannten Hämolyse führen.

Zu viel Knoblauch ist giftig für Hunde

Zu viel Knoblauch ist giftig für Hunde

Die zerfallenen Blutzellen wandern in die Nierenkanäle und verstopfen sie. Die Folge ist Blutarmut, die Anämie genannt wird.

Daneben kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Symptome könnten etwa Erbrechen, Durchfall, blasse Schleimhäute und allgemeine Schwäche sein.

Nachdem der Hund den Knoblauch gefressen hat, können die Symptome einige Stunden oder auch erst einige Tage danach eintreten. Zeigt der Hund derartige Zustände, sollten Sie ihn zu Ihrem Tierarzt bringen.

Jeder Hund reagiert anders

Knoblauch ist jedoch nicht in jeder Menge giftig. So sagte etwa bereits Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“

Genau diese Aussage gilt auch für den Knoblauch. Eine Menge von mehr als 5 Gramm je Kilogramm Körpergewicht oder 0,5 Prozent des Körpergewichtes wird als toxisch, also giftig angesehen.

Das bedeutet, dass für einen 20 Kilogramm schweren Hund eine Menge von etwa 100 Gramm Knoblauch gefährlich werden kann.

Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass es völlig egal ist, ob der Knoblauch frisch, pulverisiert, getrocknet oder gekocht ist. Die Giftigkeit ist aber auch von Tier zu Tier unterschiedlich.

Wie bei uns Menschen reagieren verschiedene Rassen auch ganz unterschiedlich. So gelten der Akita und der Shiba Inu als besonders sensibel, weil sie schon eine angeborene Abnormalität der roten Blutkörperchen besitzen.

Knoblauch gegen Zecken und Flöhe

Knoblauch gegen Zecken und Flöhe

Knoblauch gegen Zecken und Flöhe

Bekämpfen Sie Parasiten lieber mit gängigen Mitteln statt mit Knoblauch-Tabletten.

Bei fertigen Knoblauchpräparaten sollten Sie besonders vorsichtig sein. Hier können Sie leicht überdosieren. Achten Sie auch nach dem Einkauf oder beim Kochen darauf, dass Ihr Hund sich nicht bei Zwiebel und Knoblauch bedient.

Dass Hunde instinktiv wissen, was ihnen nicht gut tut, ist leider nicht immer ganz richtig. Viele Hunde lieben Zwiebel und Knoblauch regelrecht.

Beim Thema Parasiten wie Zecken und Flöhe sollten Sie auf herkömmliche Mittel wie Ungeziefer-Halsbänder oder Spot-On-Produkte zurückgreifen. Auch hier gibt es natürliche Alternativen, die wirksam sind, ohne den Hund zu gefährden.

Wenn Sie auf der sicheren Seite sein möchten, halten Sie den Hundenapf knoblauchfrei.