Wirksame Mittel gegen Räude beim Hund: Was hilft gegen Milben?

Einige Milben befallen unsere Hunde als Parasiten. Wobei Milben überall in unserer Umgebung leben.

Die kleine Spinnentiere sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Und meist stellen sie überhaupt kein Problem dar. Es sei denn, Milben nisten sich unterhalb der Haut ein. Dann werden sie sehr unangenehm.

Wirksame Mittel gegen Räude beim Hund: Was hilft gegen Milben?

Wirksame Mittel gegen Räude beim Hund: Was hilft gegen Milben?

Bei einem Milbenbefall (Räude) leidet der Hund unter starkem Juckreiz. Die Haut ist gerötet und entzündet. Schließlich verliert der Hund das Fell.

Insbesondere, wenn Sie nicht sofort reagieren und keine Behandlung gegen die Milben einleiten, kann es zu komplettem Fellverlust kommen.

Viele Hundeliebhaber kennen die entsetzlichen Bilder von Hunden, die im Ausland an Räude erkrankt sind.

Deshalb ist es gut, dass Sie sich jetzt schon mit dem Thema Milben auseinandersetzen. Denn bei einem Verdacht auf Räude müssen Sie rasch handeln, um schlimmere Folgen zu vermeiden.

Räude ist auf Menschen übertragbar

Eine der vielen Milbenarten, die unsere Hunde befallen können, ist die Räudemilbe oder Sarcoptes scabiei var. Canis.

Diese Milbe gehört zu den Grabmilben. Der Name Grabmilbe ist leicht zu verwechseln mit der umgangssprachlichen Bezeichnung Grasmilben.

Grasmilben sind sehr viel größer. Sie sind auch als Herbstgrasmilben bekannt und vor allem in Südeuropa verbreitet. Die Bisse jucken sehr stark. Obwohl der Juckreiz über zwei Wochen anhalten kann, sind Grasmilben vergleichsweise harmlos gegenüber den Grabmilben.

Grabmilben infizieren auch andere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Katzen sowie Wildtiere.

Die Erkrankung ist äußerst ansteckend. Als Zoonose kann sie auch auf den Menschen übertragen werden.

Unter optimalen Bedingungen überlebt die Milbe sogar in Bürsten und in Möbelritzen einige Zeit. Und so kann sich jeder in der Umgebung anstecken.

Unterschied Grabmilbe und Grasmilbe beim Hund

Unterschied Grabmilbe und Grasmilbe beim Hund

Wie merke ich, ob mein Hund Milben hat?

  • Räude äußert sich durch Haarausfall.
  • Die Haut um die Augen, im Bereich der Mundwinkel und an den Vorderbeinen wird schuppig.
  • Auf der Haut können sich gerötete Flecken zeigen.
  • Die kahle Haut zeigt wunde Stellen.

Das passiert vorwiegend im Bereich von Nase und Augen. Die Milben bohren sich regelrecht in die Haut des Hundes.

Mit ihren Mundwerkzeugen graben sie Tunnel und Gänge in die Haut. Dies verursacht einen starken Juckreiz.

Häufig kommt es dadurch zu Sekundärinfektionen. Die Haut ist verschorft und voller Krusten. Mit der Zeit verhornt die Haut. Es wird mehr Talg produziert und so macht sich ein ranziger Geruch breit.

Diagnose vom Tierarzt

Besteht der Verdacht, dass Ihr Hund von Milben befallen ist, oder hat er unerklärlichen Juckreiz und kahle Stellen im Fell, so sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Räude beim Hund erkennen: Wie merke ich, ob mein Hund Milben hat?

Räude beim Hund erkennen: Wie merke ich, ob mein Hund Milben hat?

Er wird ein Hautabstrich vom Hund nehmen und dieses unter dem Mikroskop untersuchen. Vielleicht macht er auch zusätzlich ein Blutbild.

Rund zwei bis vier Wochen nach Befall kann dieser auch im Blut nachgewiesen werden. Wenn Räude rasch erkannt und behandelt wird, hat der Hund sehr gute Heilungschancen.

Wirksame Mittel gegen Räude beim Hund

Behandelt wird mit Milben abtötenden Mitteln. Diese können oral als auch äußerlich notwendig sein.

Bekannt sind die Wirkstoffe

  • Fipronil
  • Selamectin
  • Moxidectin

Zusätzlich kann ein Mittel gegeben werden, das den Juckreiz stillt.

Um den lästigen Milben wirklich Herr zu werden, müssen auch alle Textilien wie Decken oder Liegeplätze sowie Pflegeutensilien des Hundes mit Milben abtötenden Mitteln behandelt werden.

Zumeist wird der Tierarzt zusätzlich auch hochwertige Öle empfehlen, die ins Futter gemischt werden. Lachsöl ist bei Hautproblemen immer sehr hilfreich und sorgt dafür, dass die Haut rasch wieder heilt

Wie lange die Behandlung dauert, hängt ganz davon ab, wie schwer Ihr Hund befallen ist.

Grundsätzlich kann man sagen, nach rund ein bis drei Monaten ist der Hund wieder milbenfrei. Danach sind die Hautprobleme zum größten Teil abgeklungen.

Wie beuge ich gegen Milben beim Hund vor?

Wirklich vorbeugen können Sie leider nicht. Ein Milbenbefall ist immer und überall möglich.

Allerdings können Sie einiges dazu tun, damit das Immunsystem Ihres Tieres optimal gestärkt wird. Denn ein Hund mit einem gesunden Immunsystem wird deutlich seltener von Milben befallen.

Ist das Tier fit und gesund sowie das Immunsystem gut in Schuss, wird Ihr Hund meist völlig alleine mit den Milben fertig.

Sie werden den vorübergehenden Befall vermutlich gar nicht bemerken, oder nur kaum bemerken.

Dabei ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung die Grundlage für gute Abwehrkräfte gegen Parasiten wie Milben.

Hundefutter mit einem hohen Fleischanteil, etwas Kohlenhydraten und hochwertigen Ölen mit essenziellen Fettsäuren sollte selbstverständlich sein.

Mit ausreichender Bewegung und geistige Auslastung fördern Sie die Gesundheit Ihres Hundes darüber hinaus. Bei einem so gestärkten Hund haben Milben kaum eine Chance.