Vorsicht vor Rattengift als tödliche Hunde-Giftköder

Rattengift das als Giftköder für Hunde ausgelegt wird, ist eine perverse Idee von Hundehassern.

Die Gefahr dabei ist, die grausamen Folgen viel zu spät zu erkennen, die das vermeintliche Leckerlie hat.

Besteht der Köder aus Rattengift, droht ein akuter Notfall.

Was können wir als Hundebesitzer tun, um unserem Liebling in dieser Notsituation zu helfen?

Vorsicht! Rattengift als Giftköder für Hunde mit tödlicher Wirkung

Vorsicht! Rattengift als Giftköder für Hunde mit tödlicher Wirkung

Tödliche Giftköder mit verzögerter Wirkung

Nicht jeder unserer Hunde kann Wurst- oder Fleischstücken widerstehen, die im Gebüsch am Wegesrand liegen.

Vielleicht ist Ihr Hund auch so schnell und geschickt, dass keine Zeit mehr bleibt, ihnen das Stück wieder wegzunehmen. Sofern man überhaupt registriert, dass der Hund es gerade verspeist hat.

Besteht der Verdacht, dass das verschluckte Stück vergiftet wurde, gehen Sie bitte sofort zum nächsten Tierarzt. Jede Minute zählt.

Symptome einer Vergiftung beim Hund und Erste-Hilfe

Auch wenn zunächst keine Vergiftungssymptome erkennbar sind.

Gerade Rattengift ist besonders heimtückisch. Schleichend zerstört es die inneren Organe.

Rattengift als tödliche Köder von Hundehassern

Rattengift als tödliche Köder von Hundehassern

Symptome können Sie vielleicht nach einigen Stunden erkennen. Oder aber auch erst nach zwei Tagen.

Außerdem sind die Anzeichen für eine Vergiftung mit Rattengift sehr unterschiedlich. Die häufigsten Auswirkungen sind:

  • Unruhe
  • Erbrechen
  • Blaufärbung der Zunge
  • Durchfall
  • blasses Zahnfleisch
  • Atembeschwerden
  • Nasenbluten oder Blut in den Ausscheidungen
  • Krämpfe
  • Muskelzittern
  • Apathie

Kontrollieren Sie in jedem Fall immer Erbrochenes, falls dies ohne erkennbaren Grund auftritt. Eventuell können Sie darin Giftkörner erkennen.

Nehmen Sie das Erbrochene unbedingt zum Arzt mit, es kann die Diagnose erleichtern.

Liegt die Aufnahme des Gifts noch nicht zu lange zurück, können Kohletabletten helfen. Sie sollten immer im Hunde-Erste-Hilfe-Kasten auf Vorrat verfügbar sein. Sie verhindern, dass die todbringenden Wirkstoffe im Darm aufgenommen werden.

Auch Vitamin K1-Tropfen können zur Überbrückung im Notfall sinnvoll sein. Auch hier gilt, je schneller die Gabe, desto höher die Wirksamkeit.

Wie wirkt Rattengift auf Hunde?

Rattengift wirkt sich massiv auf die Blutgerinnung aus. Dabei wird die Vitamin-K-Synthese in der Leber gehemmt. Das Tier verblutet innerlich.

Die Wirkung hängt von der Art des Giftes, der Dosis und natürlich der Konstitution des Hundes ab.

Wie sieht Rattengift aus? Rattengift ist schwer zu erkennen. Es gibt keine gesetzliche Vorschriften über Farbe oder Form von Rattengift.

Wie sieht Rattengift aus? Rattengift ist schwer zu erkennen.

Vorbeugen mit Anti-Giftköder-Training beim Spaziergang mit dem Hund

Die beste Möglichkeit dem Hund und sich diese Situation zu ersparen ist Vorsorge.

Achten Sie während des Spaziergangs immer darauf, dass Ihr Hund nichts frisst.

Ich weiß, bei manchen Tieren ist das leichter gesagt als getan. Mein Podenco ist so ein Fall. Er schlingt so ziemlich alles hinunter, was irgendwie nach Futter aussieht.

In diesem Fall können Leine und Beißkorb eine Lösung sein.

Am besten beginnen Sie schon im Welpenalter mit der Erziehung kein Futter während des Spaziergangs zu fressen.

Eine tolle Lern-DVD mit Übungen ist das „Anti-Giftköder-Training“ von Sonja Meiburg und Ralf Alef.

Hier können Sie die DVD bei Amazon ansehen.

Wie sieht Rattengift aus?

Es gibt keinerlei gesetzliche Vorschriften über Farbe oder Form von Rattengift. Es kann aus gepresstem Granulat bestehen, tablettenähnlich sein oder ist als Paste erhältlich.

Durch die zahlreichen Formen und Farben ist Rattengift äußerst schwer zu erkennen.

Je früher der vierbeinige Patient behandelt wird, desto größer ist die Überlebenschance. Der Besuch beim Tierarzt ist in jedem Fall unerlässlich.

Wenn möglich, nehmen Sie Proben mit:

  • Reste des Giftköders
  • das Erbrochene
  • Kot- oder Urinprobe

Am besten rufen Sie kurz bei Ihrer Tierärztin an, damit diese auf Ihr Eintreffen vorbereitet ist.

Auch wenn es denkbar schwierig ist, versuchen Sie, so ruhig wie möglich zu bleiben. Beruhigen Sie auch Ihren Hund.

Versuchen Sie nie beim Hund Erbrechen herbeizuführen. Dies könnte die Situation weiter verschlechtern.

Bei einem begründeten Verdacht auf Rattengift, wird die Tierärztin sofort eine entsprechende Therapie einleiten.

Ein Nachweis ist in der Praxis meist nicht möglich. Und die Auswertung durch ein Labor würde Tage dauern.

Gift-Warnungen als Radarkarte

Achten Sie auch auf Warnungen im Internet. Auf Seiten wie giftkoeder-radar.com finden Sie eine Landkarte, auf der alle Sichtungen von Giftködern markiert sind.

Meiden Sie Regionen, in denen es Giftwarnungen gibt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie nie eine derartige Situation erleben müssen.

Wirksame Strafen gegen Hundehasser gibt es leider nicht, die Rattengift als Giftköder gegen Hunde auslegen.

Die meisten kranken Menschen, die so etwas tun, bleiben leider unerkannt. Das Leid müssen diese Idioten mit ihrem Gewissen ausmachen – wenn sie so etwas überhaupt besitzen.