Reizangel für Hunde

Eine Reizangel für Hunde ist das ideale Spielzeug für Hunde mit einem ausgeprägten Jagdtrieb.

Denn in puncto Erziehung und Bewegung stellen Jagdhunde eine ganz besondere Herausforderung dar. Sie sollten sich gut überlegen, wie Sie einen Jagdhund beschäftigen wollen.

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Reizangel kaufen oder selber bauen?

Die Reizangel ist ein Stock oder Stab, an dem ein Seil befestigt ist. An dessen Ende befindet sich ein Beuteobjekt. Das kann ein Futterbeutel sein, ein tolles Spielzeug oder eine köstliche Leckerei.

Die ideale Länge des Stocks ist etwa zwei Meter. Die Schnur sollte ebenso lang sein.
Achten Sie darauf, dass die Schnur mindestens vier Millimeter dick ist. Das ist wichtig, um den Hund nicht zu verletzen.

Einfache Reizangeln können Sie bereits für unter 20 Euro kaufen. Dafür können Sie natürlich keine Profiqualität aus Kevlar-Rohren und unverwüstlicher Mechanik erwarten. Für erste Experimente reicht eine einfache Varianten jedoch aus.

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Um eine Reizangel selber zu bauen, benötigen Sie nur einen langen Stab, ein Seil und ein Spielzeug.

Kompliziert wird es, sobald Sie eine ausziehbare Teleskopmechanik nachbauen wollen. Dafür würde ich eher eine ausrangierte Angel oder das Bein eines Kamerastativs nehmen, als die Rohre irgendwie selbst ineinander zu schieben.

Um mit der Reizangel zu arbeiten, müssen Sie die Angel nun immer wieder vom Hund wegbewegen. Dabei sollte die Spitze nah über dem Boden bleiben.

Wie sinnvoll ist eine Reizangel?

Bei der Jagd hetzen Hunde ihre Beute. Mit der Angel wird dieser Vorgang simuliert.

Sowohl Hund als auch Halterin müssen sich konzentrieren. Der Hund soll seine Konzentration dabei sowohl auf die Beute als auch auf den Menschen legen. Ihr Hund sollte der Beute nur hinterher jagen, wenn Sie ihr OK dazu geben.

Auf diese Weise soll der Jagdtrieb des Hundes in geregelte Bahnen gelenkt werden. In jeden Fall muss der Hunde jederzeit abrufbar bleiben.

Jeder Hund hat einen Jagdinstinkt

Viele Hunde zeigen einen Jagdinstinkt. Bei manchen ist dieser Instinkt durch die Zucht bereits zurückgedrängt. Für die Hundehalterin stellt das also kein Problem dar.

Andere Hunderassen zeigen jedoch ein äußerst intensives Jagdverhalten. Der Jagdinstinkt liegt dem Hund im Blut. Er ist genetisch bedingt. Abtrainieren können Sie den Jagdtrieb nicht, auch wenn das oft versprochen wird.

Reizangel für Hunde: Wie sinnvoll ist das Training?
Reizangel für Hunde: Wie sinnvoll ist das Training?

Für Sie als Halterin eines solchen Hundes heißt dies, Sie müssen lernen, mit diesem Instinkt zu leben und damit umzugehen. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, auf die einzelne Hunde unterschiedlich reagieren.

Genau hier kommt nun die Reizangel ins Spiel. Sie ist neben Fährtenarbeit und Apportieren von Futterbeuteln eine ideale Beschäftigung für Hunde mit Liebe zur Jagd.

Kurze Anleitung für Reizangeltraining

Zuerst müssen Sie eine “Beute” finden, die für Ihren Hund interessant ist. Dann suchen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes und bewegen Sie die Beute von ihr weg.

Die “Beute” darf nicht zu schwer sein.
Und sie muss sich gut bewegen können.

Wenn Sie das richtige Objekt ausgewählt haben, wird der Hund interessiert folgen und versuchen die Beute zu erwischen. Kurz bevor dies passiert, bewegen Sie sie weiter von ihm weg.

Beginnen Sie mit kleinen Schritten, damit der Hund richtig darauf reagieren kann.
Steigern Sie dann die Bewegungen und die Strecken, die der Hund laufen muss.

Nun ist es an Ihrem Hund seine Beute zu hetzen. Ziehen Sie größere Kreise, dann wieder kürzere Wege. Ein rascher und unerwarteter Richtungswechsel bringt Energie ins Spiel.

Vergessen Sie dabei nie, dass Ihr Hund zwischendurch immer wieder ein Erfolgserlebnis braucht und die Beute auch fangen darf. Nur so wird Ihr Hund die Lust am Spiel nicht verlieren.

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Denken Sie an Spielpausen

Das Hetzen und Jagen der Beute ist für den Hund sehr anstrengend. Nach fünf bis zehn Minuten sollten Sie Ihrem Hund deshalb unbedingt eine Pause gönnen.

Das ist auch wichtig, damit die Angel interessant bleibt.

Verwenden Sie die Angel nur dann, wenn Ihr Hund völlig gesund ist. Besondere Vorsicht ist hier bei Gelenkerkrankungen sowie Herz- und Kreislauferkrankungen geboten.

Wichtig ist, dass der zu laufende Kreis groß genug ist. Je kleiner der Radius ist, desto anstrengender wird es für den Bewegungsapparat Ihres Hundes.

Hunde, die noch im Wachstum sind oder Welpen dürfen nur in Maßen spielen. Verwenden Sie die Reizangel nie, um den Hund einfach auszupowern. Sie schaden ihm dabei mehr als es nützt. Er wird frustriert und es kann zu Fehlkonditionierungen kommen.

Neben ausgewogener und artgerechter Ernährung brauchen Hunde viel Zuwendung und Bewegung. Wobei Art und Dauer der Bewegung ganz vom Hund abhängig ist.

Als Hundehalterin können Sie dafür aus einer Vielzahl von Sportarten für Ihren Hund wählen. Ebenso breit ist das Angebot an Spielzeug und Lernmaterial für unsere Vierbeiner.

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