Seit wann gibt es Hunde?

Vor rund 15 Millionen Jahren begann die Geschichte des Menschen. Zahlreiche Stationen mussten unsere Vorfahren durchleben, bis sich letztendlich der Homo sapiens entwickelte.

Während dieser langen Zeit kam der Mensch oder unsere Vorfahren irgendwann auf den Hund. Seither begleitet der Hund den Menschen.

Einst waren Hunde nur Arbeitstiere. Mittlerweile hat sich der Hund zu einem richtigen Familienmitglied gewandelt.

Seit wann gibt es Hunde? Domestizierung vom Wolf zum Hund

Seit wann gibt es Hunde? Domestizierung vom Wolf zum Hund

Doch wie lange hat es wohl gedauert, bis das passiert ist? Seit wann genau gibt es Hunde?

Vom Wolf zum Hund

Es war einmal, vor vielen, vielen Jahrhunderten. Da trafen sich die Vorfahren des Menschen und die Vorfahren der Wölfe. Wissenschaftler vermuten, dass dieser Zeitpunkt rund 15.000 Jahre oder noch länger zurückliegt.

Damals hätte der Mensch begonnen, sich Hunde als Genossen heranzuziehen. Noch bevor die Menschen selbst sesshaft wurden und begannen Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben.

Der wissenschaftliche Name des Hundes ist Canis lupus familiaris. Das bedeutet übersetzt „gezähmter Wolf“.

Seit wann es Hunde gibt ist ungewiss

Es ist nicht leicht den genauen Zeitpunkt festzulegen, an dem der Wolf zu einem Hund wurde. Denn die Anatomie von Hund und Wolf ähneln sich sehr. Deshalb können Knochenfunde aus ferner Vergangenheit meist keine Hinweise liefern.

Fakt ist, dass sich Zwei- und Vierbeiner trafen. Daraufhin begann der Mensch den Wolf zu domestizieren. Das bedeutet, Menschen haben aus dem wilden Tier einen zahmen Genossen gemacht.

Wie und wann das genau passiert ist, wird wahrscheinlich noch lange Zeit ein Rätsel bleiben.

Abstammung

Ebenso unklar ist, auf welchem Erdteil die Geschichte des Hundes begann. Denn Wölfe sind in vielen Teilen der Erde heimisch, oder waren es zumindest.

  • Einige Forscher vermuten den Ursprung des Hundes in Europa.
  • Andere wiederum sehen die Geburtsstätte des Hundes in China und wieder andere im Nahen Osten.

Sehr wahrscheinlich hatten die Menschen auf mehreren Kontinenten gleichzeitig die Idee Wölfe zu domestizieren.

Zweckgemeinschaft oder geliebtes Haustier

Doch genau dies lässt sich ebenso wie der Zeitpunkt nicht mehr wirklich feststellen. Der Grund dafür ist wiederum die anatomische Ähnlichkeit zwischen Wolf und Hund sowie der sehr lang andauernde Weg der Domestizierung.

Ebenso ungeklärt ist bis heute, ob der Mensch auf den Wolf zuging oder der Wolf die Nähe des Menschen suchte.

So könnte es zu Beginn eine Zweckgemeinschaft gewesen sein, in der keiner von beiden Pflichten sah.

Emotionen wurden damals wohl ebenso außen vorgelassen. Einzige Ausnahme war vielleicht das Kindchen-Schema von Welpen. Diesen menschlichen Bonus werden Welpen auch schon vor Jahrtausenden genossen haben.

Bestimmt kennen sie die freudigen Rufe:
Ach, die Hundebabys sind sooo süüß!

Kopf und Pfoten jedes jungen Tieres sind im Vergleich zum restlichen Körper überproportional groß. Das löst beim Menschen einen Beschützerinstinkt aus und wird als Kindchen-Schema bezeichnet.

Ob das Kindchen-Schema wirklich eine Rolle bei der Domestizierung von Wölfen gespielt hat, weiß man nicht mit Bestimmtheit.

Im alten Ägypten waren Hunde heilig

Man nimmt jedoch an, dass die Menschen irgendwann begannen, wilde Wolfswelpen von Hand aufzuziehen. So gewöhnten sich diese Tiere immer mehr an die Zweibeiner und freundeten sich mit ihnen an.

Hunde haben sich von Land zu Land völlig anders entwickelt. Das hängt schon mit der Stellung der Tiere in der Gesellschaft zusammen.

So waren Hunde in Ägypten etwa heilig. Der bekannte Pharaonenhund schmückt die Gräber der alten Könige.

Den Hunden der damaligen Zeit ging es bestens. Sie wurden geschmückt, bekamen nur bestes Futter und wurden gemeinsam mit dem Pharao beerdigt. Pharaonenhunde existieren bis heute. Sie sind unter dem Namen Kelb tal-Fenek bekannt und ähneln den Podencos.

Wandmalereien erzählen Geschichten

In Europa oder dem Mittleren Osten war der Hund dagegen eher als Arbeitshund beliebt. Alte Wandmalereien und Artefakte lassen darauf schließen, dass der Mensch den Hund gerne mit zur Jagd nahm.

Auf dem amerikanischen Kontinent wiederum entwickelte sich der kleinste Hund der Welt. Der Chihuahua dürfte ein Opferhund gewesen sein. Als Liebling aztekischer Prinzessinnen galt er als Führer der Seelen und begleitete sie ins Jenseits.

Das bedeutete natürlich, dass der Hund damit den Tod fand. Chihuahuas dürften aber auch als Mahlzeit für die Ureinwohner gedient haben.

Entwicklung der Hunderassen

Im Laufe der Zeit finden die Menschen damit an, Hunderassen nach Bedarf zu züchten.

So entstanden Jagdhunde, Laufhunde, Schoßhunde, Hirten- oder Hütehunde. Mittlerweile existieren weltweit rund 350 verschiedene Hunderassen.

Jede Rasse steht dabei für ihre ganz eigenen Besonderheiten. So gibt es für jeden Hundeliebhaber genau den richtigen Hund, dessen Charakter und Aktivität ganz zu einem passt.

Seit wann es unser Lieblingshaustier gibt, lässt sich nicht abschließend beantworten.

Vielleicht flehte gegen Ende der Eiszeit die Tochter eines Eiszeit-Menschen ihren Vater an, ein einsames Wolfswelpen aufziehen zu dürfen.
Schließlich sei es doch so süß und müsste sonst sterben.

Bis heute war es ein weiter Weg vom Wolf zum Hund. Viele können sich ein Leben ohne unsere vierbeinigen Gefährten gar nicht mehr vorstellen.