Ist Vogelgrippe für Hunde gefährlich?

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung, die vor allem Vögel trifft. So war das zumindest lange Zeit. Mittlerweile hat sich der Vogelgrippe-Virus verändert.

Und spätestens seit den letzten Vogelgrippe-Epidemien stellen sich viele Hundebesitzerinnen die Frage, wie gefährlich die Vogelgrippe eigentlich für Hunde werden kann. Können sich auch unsere Vierbeiner mit Vogelgrippe anstecken?

Im Jahr 1997 wurden die ersten Erkrankungen mit Vogelgrippe beim Menschen festgestellt. Weitere Infektion wurden bei Schweinen, Pferden, Katzen und Hunden beobachtet.

Während einer Vogelgrippeepidemie werden Sperrgebiete ausgerufen. Dort müssen Sie Ihren Hund an der Leine führen.

Ist Vogelgrippe für Hunde gefährlich?

Ist Vogelgrippe für Hunde gefährlich?

Geflügelpest wird durch Virus ausgelöst

Die Vogelgrippe wird durch das Influenza-A-Virus hervorgerufen. Dieser Typ stellt den gefährlichsten Virus der Influenza-Gruppe dar. Bekannt ist sie auch als Geflügelpest.

Hauptsächlich sind Hühner und verwandte Vögel betroffen. Damit ist die Erkrankung ein großes Problem für Hühnerzuchtbetriebe. Die Geflügelpest zählt zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen.

Allerdings kann das Virus auch auf Wildvögel übertragen werden. Dieser Fall unterliegt der Meldepflicht.

Vogelgrippe bedroht Geflügelzucht

Vogelgrippe bedroht Geflügelzucht

In Europa erfolgte der bislang heftigste Ausbruch im Winterhalbjahr 2016/2017. Zahlreiche Zuchttiere mussten damals in Mitteleuropa getötet werden.

Ist H5N8 für Hunde gefährlich?

Vogelgrippe ist dabei nicht gleich Vogelgrippe. Es existieren unterschiedliche Viren. Zurzeit sind knapp zwanzig verschiedene Arten des Influenza-A-Virus bekannt.

  • Influenza-A-Virus H5N8
    Seit dem Jahr 1983 bricht die Vogelgrippe H5N8 immer wieder Geflügel-Betrieben in Europa aus.
  • Influenza-A-Virus H5N1
    Seit dem Jahr 1997 geht das Virus H5N1 häufiger auf den Menschen über.
  • Influenza-A-Virus H7N9
    Seit dem Jahr 2013 geht das Virus H7N9 häufiger auf den Menschen über.

Das Virus, das zum Jahreswechsel 2016/2017 für Angst sorgte, trägt die Bezeichnung Influenza-A-Virus H5N8. Diese Variante gelangte über Zugvögel von Asien nach Europa.

Es folgten Sperrzonen und Stallpflichten. Für Hunde galt generelles Freilaufverbot.

Von diesem Viren-Stamm sind bisher keine Erkrankungen bei Menschen oder Hunden bekannt. Allerdings gibt es zahlreiche Erkrankungen durch andere Virenstämme wie H5N1 und H7N9.

Vorsicht bei Vogelgrippe

Die Gefahr einer Erkrankung hängt demnach vom Typ des Virus ab. Der H5N8 Virus ist weder für Menschen noch für Hunde gefährlich. Trotzdem können unsere Hunde das Virus weiterverbreiten.

Werden Fälle von Vogelgrippe gemeldet, sollten Sie bei der Rohfütterung von Geflügel sehr vorsichtig sein. Idealerweise meiden Sie Geflügel solange, bis die Virusepidemie wieder vorüber ist.

Beim Spaziergang sollten Sie Ihren Hund in der Nähe von Vögeln immer anleinen. Dies gilt vor allem für die Nähe von Bächen, Flüssen und Seen.

Achten Sie stets darauf, dass sich Ihr Hund keinen toten Vögeln nähert. Auch der Kot von Wildtieren birgt Risiken. Reinigen Sie die Pfoten des Hundes nach dem Spaziergang.

Meiden Sie mit Ihrem Hund die Sperrzonen.

Meiden Sie Sperrzonen und Sperrgebiete

Ein Sperrgebiet bezeichnet die Zone um den Fundort eines erkrankten Tieres. Sie reicht drei Kilometer weit. Die Beobachtungszone beträgt 10 Kilometer im Umkreis.

Innerhalb dieser Zonen herrscht absolute Leinenpflicht. Auch Katzen dürfen in diesen Zonen nicht frei laufen.

Meiden Sie die Sperrzonen bei Vogelgrippe mit Ihrem Hund

Meiden Sie die Sperrzonen bei Vogelgrippe mit Ihrem Hund

Besser ist es, diese Zonen komplett zu meiden. Achten Sie in diesem Fall regelmäßig auf Meldungen der Medien.

Symptome einer Grippe-Erkrankung

Einen Impfschutz gegen die Vogelgrippe gibt es für Hunde nicht. Deshalb ist Vorbeugung sehr wichtig. Eine Erkrankung und deren Verlauf sind immer vom Immunsystem des Tieres abhängig.

Beobachten Sie Ihre Hündin gut. Sollte sie Anzeichen einer Grippeerkrankung zeigen, bringen Sie das Tier vorsichtshalber zu Ihrer Tierärztin.

Die Symptome ähneln jener einer normalen Grippe:

  • Hohes Rohfütterung von Geflügel
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Durchfall
  • Probleme mit der Atmung
  • Appetitlosigkeit
  • Mattigkeit
  • Bindehautentzündung

Machen Sie sich keine Sorgen. Erkrankungen durch Vogelgrippe sind bei Hunden kaum belegt und keinesfalls üblich. Das könnte sich mit dem nächsten veränderten Virenstamm ändern.

Deshalb sind strenge Hygiene-Vorschriften während eines Ausbruchs so wichtig. Damit die Vogelgrippe noch möglichst lange nicht für Hunde gefährlich wird.