Welches Hundefutter ist das Beste? Nassfutter bei Stiftung Warentest

Hundebesitzer geben jährlich ein kleines Vermögen für die gesunde Ernährung ihres Vierbeiners aus. Um auf der sicheren Seite zu sein, wählen viele Hundehalter ein sogenanntes Alleinfutter, das den Hund mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen soll.

Vor einiger Zeit veröffentliche Stiftung Warentest die aktuellen Daten zum Thema gesundes Hundefutter und löste damit enorme Diskussionen aus.

Fressen unsere Hunde das falsche Futter?

Bei der Untersuchung von 30 Sorten Nassfutter fielen ganze 16 Produkte durch den Test. Getestet wurde in Bezug auf Nährstoffe, korrekte Angaben auf den Etiketten und enthaltene Schadstoffe.

Laut Stiftung Warentest haben nur 14 Sorten den Test bestanden. Dabei fallen acht Marken deutlich auf, darunter auch Hundefuttersorten von Discountern wie Aldi Nord oder Kaufland. Ebenso positiv haben die Marken Pedigree und Cesar abgeschnitten.

Hundefutter im Test bei Stiftung Warentest

Hundefutter im Test bei Stiftung Warentest

Ein „mangelhaft“ dagegen erhielten Futtermarken wie Happy Dog und Bozita.

Ebenso durch den Test gefallen sind große Marken wie Animonda, Pure Instinct und die vegetarischen Produkte Yarrah und Biopur.

Die meisten Sorten erhielten die schlechte Note, weil der enthalten Nährstoffgehalt den täglichen Bedürfnissen des Hundes nicht entsprach.

Hundefutter mit Getreide soll unbedenklich sein

Diese Ergebnisse mögen jetzt viele Hundebesitzer erschrecken, denn wer würde schon denken, dass der Hund mit Billigfutter vom Discounter am besten versorgt wäre. Ebenso umstritten sind die Marken Cesar und Pedigree, wenn es um die gesunde Hundeernährung geht.

Nicht bestanden haben den Test jene Sorten, die von einschlägigen Hundemagazinen, Züchtern und Beratern eigentlich empfohlen werden. Für Verwunderung sorgt vor allem die Tatsache, dass im Großteil jener Marken, die den Test positiv bestanden haben, auch Getreide enthalten ist.

Stiftung Warentest erklärt dazu, dass Getreide als Zutat im Hundefutter sehr wohl geeignet wäre und ein optimaler Energieträger sei.

Diese Aussage können wohl zahlreiche Hundebesitzer widerlegen. Sie ist zwar nicht falsch, allerdings gibt es leider mehr als genug Hunde, die Getreide als Zutat definitiv nicht vertragen. Stiftung Warentest sorgt demnach für große Verwirrung.

Sehen Sie das Ergebnis einfach mit anderen Augen

Um das Ergebnis besser verstehen zu können, sollten Sie unbedingt im Auge behalten, dass der Test mit nur jeweils einer speziellen Sorte der entsprechenden Marke durchgeführt wurde.

Kaum ein Hund bekommt täglich genau dieselbe Sorte vorgesetzt. Das bedeutet, wenn Sie ihrem Haustier jeden Tag eine andere Sorte derselben Marke vorsetzen, werden auch täglich andere Mengen an Nährstoffen verabreicht.

Denn es ist wohl kaum möglich genau auf Punkt und Komma die korrekte Nährstoffmenge in eine Futterdose zu packen. Die Abwechslung macht es demnach.

Der Hund sollte die benötigten Nährstoffe über einen Zeitraum von etwa 14 Tagen erhalten, um keinen Mangel zu erleiden. Ist der Hund krank, noch im Wachstum oder trächtig, müssen die benötigten Vitamine und Mineralstoffe gegebenenfalls extra zugegeben werden.

Wollen Sie täglich dasselbe essen?

Welches Hundefutter ist das Beste? Nassfutter bei Stiftung Warentest

Welches Hundefutter ist das Beste? Nassfutter bei Stiftung Warentest

Leider hat Stiftung Warentest bei den Ausführungen keine konkreten Zahlen genannt. Die Werte sind daher kaum zu überprüfen oder zu vergleichen. Verbraucher sind durch diesen Test mehr verwirrt als informiert.

Wieder einmal zeigt sich wie kompliziert das Thema Hundefutter wirklich ist.

Meiner Meinung nach ist die Untersuchung keinesfalls aussagekräftig. Stellen Sie sich vor, Sie müssten täglich Spaghetti Bolognese als Fertiggericht vom gleichen Hersteller essen. Das Essen würde Ihnen nach einigen Tagen zum Hals heraushängen.

Und logischerweise könnte es nach längerer Zeit zu Mangelerscheinungen kommen. Ganz genau so müssen Sie sich die Untersuchung vorstellen.

Unser Hund sagt uns genau, was ihm gut tut

Es ist sehr schwierig aus der Vielzahl an Marken, genau das Hundefutter herauszufiltern, das für den eigenen Hund perfekt ist.

Ich finde, dass sich Hundebesitzer hier auf Empfehlungen von Freunden und den Instinkt des Hundes verlassen sollten.

Beobachten Sie Ihr Tier ganz genau, wenn Sie ihm eine neue Futtersorte vorsetzten. Sie werden bereits innerhalb weniger Tage selbst spüren, ob ihr/ihm das Futter gut tut.

Die besten Anzeichen dafür sind ein glänzendes Fell, strahlende Augen und optimal geformter Kot.

Zeigt das Tier Zeichen von Unverträglichkeit, verzichten Sie auf diese Futtersorte und testen Sie sich weiter durch.